Russland und erneuerbare Energien

Erneuerbare Energie in Russland

Der Riese erwacht

Wer an Russland denkt, bringt dieses Land nicht mit erneuerbaren Energien in Verbindung. Ist es doch ein Land, welches in der Vergangenheit ausschließlich durch fossile Brennstoffe, wie Öl und Gas, von sich reden machte

Doch in den letzten Jahren hat Russland enorme Fortschritte im Bereich der erneuerbaren Energien gemacht. Wussten Sie eigentlich, dass bereits heute 20 Prozent des Strombedarfs in Russland aus Wasserkraft kommt?

Erst kürzlich erbrachte eine Auktion des Staates für Windkraftanlagen zur Generierung von 1,9 Gigawatt Stromleistung Angebote im Umfang von mehr als 2,3 Gigawatt. Der global führende Windturbinen-Hersteller Vestas wird dafür eigens eine Fabrik in Uljanowsk eröffnen.

Jetzt baut Russland seine Kapazitäten bei der Generierung und Speicherung erneuerbarer Energieformen deutlich aus. Wie das Rohstoffportal oilprice.com berichtet, kündigte Alexander Nowak,  der Energieminister des Landes, eine Offensive in der Solarenergie und bei der Speicherung an.

Die Regierung hat das Feld der Speicherung zu einem Schwerpunkt für Investitionen erklärt. Im August veröffentlichte das Energieministerium ein Konzeptpapier zur Entwicklung im Bereich der Energiespeicherung. In dem Papier werden drei Felder der vorrangigen Investition beschrieben. Dazu gehört die Stromspeicherung im landesweiten Stromnetz, Speichermöglichkeiten für Privatnutzer sowie die Speicherung von Strom durch elektrische Anwendungen.

Russland hat viel Potenzial nach oben im Bereich erneuerbarer Energie und könnte in den nächsten Jahren zur führenden Nation in diesem Bereich werden.

Ihr Uwe Hammerschmidt

Japan und der Öko-Strom

Japan und der Ökostrom

Wie Fukushima die Welt verändert hat

Am 11. März jährte sich das Unglück von Fukushima zum vierten Mal. Das Ereignis hat die Welt nachhaltig verändert. Nach der Reaktorkatastrophe 2011 wurden zunächst alle Atomkraftwerke in Japan abgeschaltet, im April 2014 hat die neue Regierung dann den Wiedereinstieg in die Kernkraft, im Rahmen des neuen Energieplans, beschlossen.

Dieser sieht vor, dass Japans Stromversorgung zukünftig ein Mix aus Atomkraft, fossilen und erneuerbaren Energien sein wird. In der Bevölkerung stößt die Atomenergie jedoch laut jüngsten Umfragen bei bis zu 80 Prozent der Bevölkerung auf starke Ablehnung.

Der Energieplan macht bislang keine Vorgaben zu den jeweiligen Anteilen der Energieerzeugungsformen im Energiemix, dieses soll erst in diesem Jahr erfolgen. Klar ist jedoch, dass die Bedeutung der erneuerbaren Energien (EE) deutlich gestärkt werden soll. Bis 2030 soll der EE-Anteil deutlich über den 20 Prozent des Energieplans von 2010 liegen.

Das größte Potenzial haben natürlich Windkraft und Photovoltaik, wobei der Fokus der Installation derzeit auf der Photovoltaik liegt. Japan hat hier gigantisch nachgerüstet. Rund 20 GW der derzeit installierten Photovoltaikleistung von 24,5 GW wurden seit 2011 installiert. Bei der Windkraft liegt die installierte Gesamtleistung deutlich darunter, was u.a. an den langen Genehmigungs-/Projektierungs- und Realisierungszeiten liegt.

Die Förderung für PV-Anlagen durch die Einspeisetarife sinkt bereits wieder. Dennoch gibt es aktuell eine Pipeline von deutlich über 50 GW beantragter aber noch nicht installierter PV-Kraftwerke. Zum Vergleich: In Deutschland haben wir derzeit knapp 40 GW installierte PV-Leistung, perspektivisch wird Japan uns an dieser Stelle bald überholen. Das japanische Fördermodell unterscheidet sich von den europäischen Förderprogrammen dadurch, dass dort der Tag der Beantragung für die Höhe der Förderung relevant ist. In Europa hingegen zählt der Tag des Netzanschlusses. Sollte auch nur der größere Teil davon in den nächsten Jahren tatsächlich realisiert werden, ist der Ausblick für die Photovoltaik in Japan weiterhin sehr positiv.

Japanisches Energie-Einspeisegesetz – die Grundlagen für Photovoltaik-Anlagen ab 10 kWp:

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    Tarifzusage durch das japanische Wirtschaftsministerium METI (Zusage gilt 20 Jahre)
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    Tarifhöhe: Fördertarif 2012 42 JPY/kWh, jährliche Anpassung, aktueller Fördertarif 21 JPY/kWh.
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    Umlagesystem: die Mehrkosten werden durch die EEG-Umlage auf den Verbraucher umgelegt
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    Abnahmeverpflichtung durch den Energieversorger

Goldman Sachs: Yen ist der sicherste unter den sicheren Häfen

Wenn es um sichere Häfen unter den Währungen geht, dann gibt die japanische Währung den Ton an, meinen die Ökonomen von Goldman Sachs.

 

In den vergangenen zehn Jahren bewegte sich der Yen am stärksten entgegengesetzt zu riskanten Anlagenklassen. So lautet das Ergebnis einer Korrelationsstudie der GoldmanSachs-Ökonomen um Kevin Daly. Sie verglichen tägliche und monatliche Schwankungen für einen Korb von 28 globalen und frei handelbaren Währungen aus Industrie- und Schwellenländern über die Fünfjahreszeiträume von 2007 bis 2011 und 2012 bis 2016. Der Yen wies die konstanteste negative Korrelation zu den globalen Aktienmärkten, US-Rohölpreisen und zehnjährigen US-Treasury-Renditen auf.

Der Yen ist unter den Währungen der sicheren Häfen der sicherste, während der Schweizer Franken und der US-Dollar um den zweiten Platz wetteifern, so die Goldman-Analyse. Am anderen Ende des Spektrums konkurrieren einige Währungen aus Schwellenländern um den Titel der größten 'Risk On'-Währung.

Verkehrsinfrastruktur

​Verkehrsinfrastruktur

​Die Überholspur für Ihre Kapitalanlage!

Infrastrukturinvestments sind für Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft essentiell. Von Verbesserungen in den Energienetzen, Wasserversorgung, Straßen und Häfen profitieren die privaten Haushalte wie auch die Wirtschaft. Städte werden lebenswerter und diese Maßnahmen binden arme und unterentwickelte Länder an die Weltwirtschaft an.

Infrastruktur ist das Rückgrat moderner Volkswirtschaften und der Bedarf an weiteren Infrastruktur-Investitionen wächst stetig.

Alleine am europäischen Markt sind bis 2030 für Erhaltung und Ausbau der Infrastruktur Investitionen von knapp 10 Billionen USD notwendig.

Laut Schätzungen der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) wird der weltweit kumulierte Infrastrukturbedarf bis 2030 auf über 65 Billionen USD ansteigen.

Traditionell werden Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. der Bau und der Betrieb von Straßennetzen, Bahnlinien, Flughäfen mit öffentlichen Mitteln finanziert oder von staatlichen Stellen subventioniert. Steigende Finanzierungsengpässe öffentlicher Kassen zwingen die Regierungen vieler Länder, Infrastruktureinrichtungen zu privatisieren oder deren Finanzierung und deren Betrieb dem privaten Sektor zu überlassen.

Dies bestätigt sich hierdurch, dass staatliche Investitionen in Infrastruktur seit Jahren rückläufig sind. Die Staatsverschuldung hingegen hat deutlich zugenommen, weswegen der Handlungsspielraum des Staates drastisch eingeschränkt ist. Der vorliegende Investitionsstau hat einen zunehmenden Verfall beispielsweiße des Straßennetzes zur Folge. Die notwendigen Investitionen übersteigen jedoch die staatlichen Möglichkeiten. Somit drehen wir uns hier im Kreis.

Hier treten jetzt Sie als Privatanleger auf den Plan.

Innerhalb der Assetklasse Infrastruktur sind direkte Investitionen eher selten. Der direkte Erwerb von Infrastrukturanlagen stellt selbst große institutionelle Investoren regelmäßig vor Probleme.

Jedoch gibt es die Möglichkeit der indirekten Investition beispielsweiße in operativ tätige Infrastruktur-Unternehmen (üblicherweiße über Aktien) oder in Infrastrukturanlagen selbst, mittels eines Fonds.

Vorteile der Investition in einen Fonds:

Hohes Maß am Diversifikation durch Verteilung des Investitionssumme auf mehrere institutionelle Zielfonds

Optimiertes Risiko-Rendite-Profil durch mehrere Investments innerhalb der institutionellen Fonds

Know-How und lokale Netzwerke werden durch die institutionellen Zielfonds sichergestellt.

​​Gründe für die Investition in einen Infrastrukturfond:

Die typischen Gründe, um Investments in Infrastruktur vorzunehmen, sind hauptsächlich stabile Zahlungsströme, langfristiger Werterhalt, geringe Volatilitäten, eine höhere Streuung und oftmals auch Inflationsschutz.

  • Infrastrukturanlagen bieten sichere und planbare Zahlungsströme sowie hohe Wertstabilität.

  • Infrastrukturprojekte haben in der Regel ein stabiles Ertragspotenzial und eine starke Wettbewerbsstellung.

  • Infrastrukturinvestments sind für Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft essentiell.

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    Der Seehandel boomt. Das Frachtvolumen in Europa sowie im Rest der Welt wird in den nächsten Jahren sogar noch zunehmen

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    Unelastische Nachfrage nach Infrastrukturinvestments auf Grund der Unverzichtbarkeit der Güter und Dienstleistungen, die über das Infrastrukturnetz zur Verfügung gestellt werden.
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    Nicht voll ausgebaute S- und U-Bahn-Netze machen diese Verkehrsmittel unattraktiv, somit fällt die Wahl auf Straßenverkehrsmittel.

​Diese Liste ließe sich noch lange so weiterführen – um den Kreis zu schließen: Infrastrukturinvestments sind für Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft essentiell.

Container und Wechselkoffer

​Container und Wechselkoffer

​Ein Sachwertinvestment das bewegt!

Der Trend der Globalisierung, die immer besser werdende Vernetzung der Welt und der stetig zunehmende Online-Handel, bewirken, dass viel mehr Waren transportiert werden müssen, von überall her.

Wir haben November, Weihnachten steht bald bevor. Zeit für den großen Weihnachtseinkauf – die Geschenke müssen besorgt werden. Viele greifen hierbei auf das Internet zurück und lassen sich die Ware bis direkt vor die Haustüre liefern. Doch selbst wenn Sie noch in den Laden gehen, um dort alle Überraschungen zu besorgen, die nachher unter dem Weihnachtsbaum landen, muss das Warenangebot, dass Sie in Ihrem Laden um die Ecke vorfinden, dort erst einmal hinkommen.

Statistiken zeigen, dass über die Hälfte des Volumens, dass im Hamburger Hafen umgeschlagen wird, aus China kommt. (Quelle Klett-Verlag: https://www.klett.de/alias/1019211)

Dies wird sogar schon in Schulen unterrichtet und wurde daher in die Schulbücher aufgenommen – siehe oben: Klett-Verlag. Denn diese Entwicklung ist nicht mehr zu ignorieren.

Durch stetig effizientere Transport- und Logistikketten „wird die Welt immer kleiner“. Bereits 90% der Handelsgüter werden auf dem Seeweg transportiert.

Und damit kommen wir zum Siegeszug des Seefracht-Containers. Durch die einheitlichen Abmessungen können diese und auf jedem Transportmittel (Schiff, Bahn, LKW) transportiert werden. Das standardisierte und ISO-genormte System ermöglicht zudem einen schnellen Umschlag.

Dem Container ähnlich ist der Wechselkoffer. Vorteil hierin: die Abmessungen sind ausgelegt auf das Euro-Paletten-Maß 70 x 120 cm, sodass diese darin ideal verladen werden können.

Im weiteren Verlauf werden diese beiden Transportbehälter näher vorgestellt, sowie die Investitionsmöglichkeit aufgezeigt.

  • Der Container
  • Der Wechselkoffer

Der beispiellose Siegeszug des Containers hält bis heute an. Kontinuierlich nehmen sowohl der weltweite Containerbestand als auch das Umschlagvolumen weiter zu. Immer größere Containerschiffe und die zunehmende Automatisierung des Frachtgeschäfts machen den Transport von Waren immer günstiger, wodurch natürlich auch der Bedarf an Containern weiter steigt.

Sowohl die renommierten Beratungsagenturen Drewry und Ocean Shipping Consultants (OSC) als auch das Institut für Seewirtschaft und Logistik (ISL) prognostizieren eine Verdopplung des Containerumschlags von 2010 bis 2020.

Über 31 Millionen Standardcontainer (TEU = Twenty-foot Equivalent Unit) sind weltweit im Einsatz. Mehr als 46% der Container sind dabei nicht im Eigentum von Schifffahrtsgesellschaften und Reedereien, sondern wurden im Containerleasing hinzugemietet.

Steigender Kapitalbedarf

Die Nachfrage nach standardisierten Frachtcontainern wird also auch in den nächsten Jahren ungebrochen groß sein. Hinzu kommt, dass Transportunternehmen, Reedereien und Schifffahrtsgesellschaften zur Deckung ihres Containerbedarfs zunehmend auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten setzen, um ihren zunehmenden Kapitalbedarf zu decken. Und das gilt nicht nur für die Erweiterung ihrer Containerflotten. Im Sale-and-lease-back-Verfahren etwa werden Teile des eigenen Containerbestands verkauft und über Containerleasinggesellschaften zurückgemietet. Der Kapitalbedarf der Industrie nimmt also weiter zu.

Krisensichere Investments

Container sind sehr wertbeständig. Sie werden mindestens zehn Jahre im internationalen Seetransport genutzt und im Anschluss noch viele weitere Jahre im Zweiteinsatz für vielfältigste Zwecke eingesetzt und z. B. als Bau- oder Lagercontainer verwendet. Der Containermarkt ist ein globaler Wachstumsmarkt mit hoher Dynamik. Der weltweite Containerumschlag ist in den letzten Jahrzehnten jährlich um mehr als zehn Prozent gewachsen. Führende Logistikforschungsinstitute prognostizieren auch für die weitere Zukunft anhaltend hohe Wachstumsraten. Um neue Schiffe in die Logistikabläufe einer Linienreederei einzubinden, wird im Verhältnis circa das Zweifache an Containern benötigt, als es Stellplätze auf den Schiffen gibt. Bei immer größeren Schiffen erhöht dies auch automatisch den Bedarf an Containern weltweit.

Über eine Gesellschaft werden Sie als Investor Eigentümer von Containern, welche die Gesellschaft an internationale Containerleasinggesellschaften, Transportunternehmen und Reedereien vermietet.

Für Anleger gibt es immer eine Gelegenheit in den Markt einzusteigen, denn durch die unverändert positive Entwicklung von Welthandel und Weltwirtschaft steigt auch der Bedarf an Containern an. Die Vermietung von Containern ist seit Jahren ein lukratives Geschäft. Die Mietzahlungen aus Ihrem Investment werden Ihnen in der Regel garantiert. Nach Ablauf der vereinbarten Mietdauer ist üblicherweise vorgesehen, dass die Gesellschaft die Container zum prognostizierten Rückkaufswert von Ihnen zurücknimmt.

Auf der Suche nach dem „besseren Geld„

Auf der Suche nach dem „ besseren Geld „

Könnte Gold die Lösung sein?

Umsichtige Anleger halten schon immer einen Teil ihres Anlagevermögens in Gold. Es dient ihnen als Versicherung für schwierige Zeiten.

Doch Gold ist weit mehr als nur Anlageobjekt.

Gold ist auch eine Währung. Im Wettbewerb mit Fiat-Geld und Kryptowährungen kommt der Anleger an Gold nicht vorbei.

Von Februar 1973 bis August 2017 lag die jahresdurchschnittliche Rendite, die man mit US-amerikanischen Aktien verdient hat, bei 10,5 Prozent. Guthaben bei Banken in Form von Drei-Monatsgeld brachten hingegen nur 4,9 Prozent – nur wenig mehr als die Inflation der Konsumentenpreise in Höhe von vier Prozent. Der Goldpreis (in US-Dollar gerechnet) stieg in der betrachteten Zeit jahresdurchschnittlich um 6,7 Prozent – deutlich mehr als kurzlaufende Bankeinlagen.

Die Zahlen machen eines deutlich: Gold ist besser als Geld und steht in unmittelbarer Konkurrenz den offiziellen Währungen.

Hiermit auch die These widerlegt, das Halten von Gold sei nicht sinnvoll, weil Gold keine Zinsen abwerfe. Gold steht nicht im Wettbewerb mit Geld-und Kapitalanlagen, sondern im Wettbewerb mit Währungen.

Der Anleger müsste sich eher die Frage stellen, will ich in Unternehmensbeteiligungen, Immobilien oder Aktien und Anlehen investieren, oder in liquide Mittel, wie Währungen und Gold.

In der Vergangenheit setzten viele Anleger auf Fiat-Geld, sprich Bankeinlagen, um mit Zinsen zu verdienen. In Zeiten von Nullzinspolitik und Negativzinsen macht das keinen Sinn mehr. Wer Guthaben bei Banken hat, wird ärmer. Gold kann durch eine Politik des Negativzinses nicht entwertet werden.

Hinzu kommt, dass Gold vor Kaufkraftverlust schützt, was bei offiziellen Währungen nicht der Fall ist. Zentralbanken drucken immer mehr Geld. Dadurch wird Geld immer weiter entwertet. Die  Goldmenge lässt sich nicht beliebig, durch politischer Willkür vermehren und entwerten. Zudem kann der Marktpreis des Goldes auch nicht auf null fallen – wie es beim ungedeckten Papiergeld im Extremfall passieren kann und immer wieder auch der Fall gewesen ist.

Selbst wenn Gold nicht als Zahlungsmittel eingesetzt wird, kann es noch für andere Zwecke, wie Schmuck- und Industrie verwendet werden.  Eine Goldnachfrage hat damit immer einen positiven Preis. Gold ist so gesehen wertmäßig unzerstörbar.

Bankguthaben können im Extremfall verloren gehen, wenn die Bank Pleite geht und der Einlagensicherungsfonds nicht ausreicht, die Bankkunden zu entschädigen. Bei Gold hingegen gibt es kein Zahlungsausfallrisiko.

Der Anleger sollte mit Gold umgehen wie mit Geld. Man hält liquide Mittel um auf lukrative Investitionsmöglichkeiten zu warten. In Phasen von beispielsweise aufkeimenden Sorgen vor systemischen Zahlungsausfällen im weltweiten Banken- und Finanzapparat wäre damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach Gold als „sicherer Hafen“ zunimmt und sein Preis steigt. Hier hätte der Anleger die Gelegenheit, teures Gold zu verkaufen und mit dem Erlös attraktive Anlagen zu stark verminderten Preisen zu kaufen.

Gold zu kaufen und darauf zu sitzen, egal was kommt, ist daher nicht immer sinnvoll.

Jetzt könnte ja die Frage aufkommen: Warum haben dann die heutigen Währungen keine Golddeckung mehr, warum sind sie nicht mehr wie früher in Gold einlösbar?

Das hat politische, nicht ökonomische Gründe. Regierungen wollen nicht nur die Hoheit über das Geld, sondern auch eine Geldart, deren Wert sich nach politischer Interessenlage verändern lässt, um beispielsweise die Konjunktur zu beeinflussen oder Umverteilungen und Kriege zu finanzieren.

Das goldgedeckte Fiat-Geld steht diesen ideologischen-politischen Vorhaben im Wege.

Hier ein Ausflug in die Vergangenheit, weshalb die Golddeckung aufgehoben wurde.

970 begann für die US-Wirtschaft eine Rezession die eine steigende Arbeitslosigkeit mit sich brachte.

Die Märkte waren überzeugt davon, dass der US-Dollar gegenüber allen wichtigen europäischen Währungen abgewertet werden müsse. Das sollte wieder zur Vollbeschäftigung führen. So jedenfalls der Plan der Ökonomen.

Doch dies konnte nur dann geschehen, wenn sich die ausländischen Regierungen auch dazu bereit erklärten, ihre Währungen zu dem neuen Kurs an den US-Dollar zu binden. Kurz: Sie sollten ihre Währungen gegenüber dem Dollar aufwerten.

Doch eine Aufwertung würde deren eigenen Güter gegenüber amerikanischen Produkten teurer machen und somit ihrer Exportbranche schaden.

Deshalb legten einige Länder überhaupt keinen Wert auf eine Abwertung des US-Dollars und eine Aufwertung ihrer eigenen Währung.

In dieser Situation entschloss sich US-Präsident Richard M. Nixon (1913-1994) zu einer erpresserischen Tat:

Am 15. August 1971 verkündete er, dass die USA den Zentralbanken fortan nicht länger automatisch Gold gegen US-Dollars verkaufen würden.

Damit durchtrennte er die letzte verbliebene Verbindung zwischen der amerikanischen Währung und dem Edelmetall.

Die Folgen waren dramatisch:

    Banken und Privatleute, die US-Dollars besaßen, wurden durch die einseitige Ankündigung des Präsidenten, quasi über Nacht, ihres vertraglich besiegelten Anrechts auf Gold beraubt.

    Gleichzeitig öffneten sich die Schleusen für eine gigantische Währungsinflation und weltweite Spekulationen.

    Das Gesamtvolumen der global zirkulierenden Dollarmengen, das sich Ende der 1960er-Jahre auf einem relativ gleichmäßigen Niveau befunden hatte, stieg bis Ende der 1990er-Jahre um rund 2.500% an.

    Das führte zu einer massiven Kapitalflucht aus dem US-Dollar in Richtung Europa und Japan.

    Seither wurde die Welt von „Fiatgeld“ regiert, bei dem sich der Wert des US-Dollars ausschließlich durch die Rolle der USA als Weltsupermacht stützt.

    Da der US-Dollar nun nicht mehr an das Gold gekettet war, konnten die USA in wachsendem Ausmaß Dollars drucken.

Um dies durchzusetzen verkündete Nixon eine zehnprozentige Besteuerung sämtlicher Importe in die USA. Sie sollte so lange in Kraft bleiben, bis sich die Länder dazu bereit erklärten, ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar aufzuwerten.

Die Erpressung wirkte: Im Dezember 1971 kam es in Washington schließlich zu einer internationalen „Einigung“ über die Neufestlegung der Wechselkurse, dem „Smithsonian-Agreement“.

Der US-Dollar wurde um durchschnittlich 8% abgewertet und die zehnprozentige Importsteuer, welche die USA zur Erzwingung dieser Maßnahme verhängt hatte, wieder aufgehoben.

Was ist eigentlich Fiat-Geld?

Das Wort fiat entstammt dem Lateinischen und heißt: „So sei es“

Fiat-Geld lässt sich als aufgezwungenes, verordnetes Geld oder auch als Zwangsgeld interpretieren.

Alle offiziellen Währungen sind mittlerweile Fiat-Geld.

Fiat-Geld zeichnet sich durch drei Eigenschaften aus:

Es wird von staatlichen Zentralbanken produziert, die das Monopol der Geldproduktion innehaben.

Fiat-Geld ist in sich wertlos. Die Geldmenge lässt sich im Grunde beliebig vermehren

Im Regelfall wird Fiat-Geld durch Bankkreditvergabe produziert, durch Kredite, die nicht durch „echte Ersparnis“ gedeckt sind; Fiat-Geld wird aus dem Nichts geschaffen.

Es ist chronisch inflationär, verliert seine Kaufkraft im Zeitablauf. Fiat-Geld sorgt für eine unsoziale Verteilung von Einkommen und Vermögen. Es zettelt zudem Wirtschaftsstörungen an  und treibt die Verschuldung der Volkswirtschaften immer weiter in die Höhe.

Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ist ein Beispiel für eine durch Fiat-Geld verursachte Krise.

Man kann folgendes sagen:  Solange die Volkswirtschaften am Fiat-Geld festhalten, muss man sogar damit rechnen, dass sich seine Missstände immer deutlicher zeigen werden.

Die Märkte haben darauf reagiert. Spätestens nach der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Menschen auf der Suche nach einem „ Besseren Geld „.Die sogenannten „Kryptowährungen“ wie Bitcoin und Co. bieten sich als eine bessere Alternative zu den offiziellen Fiat-Währungen an. Ob sie sich durchsetzen, wird der „Wettbewerb der Währungen“ zeigen.

Viel interessanter ist die Technologie, welche hinter Bitcoin & Co steckt, die „ Blockchain „.

Laut Experten lässt sich die Blockchain nicht nur für Kryptowährungen als Tauschmittel einsetzen, sondern mit der Blockchain lässt sich auch ein digitalisiertes Goldgeld aus der Taufe heben. Ein digitalisiertes Goldgeld wäre gewissermaßen ein monetärer Quantensprung – der den Weg zurück zu gutem, verlässlichem Geld ebnen kann.

Hier sollte der Anleger aufhorchen. Denn Fiat-Währungen – anders als das Gold – verlieren nicht nur chronisch ihre Kaufkraft, sie sind immer auch dem Risiko ausgesetzt, ein vorzeitiges Ende zu nehmen.

Außerdem kommt Fiat-Geld an die Qualität von Gold so wie so nicht ran.

Ihr Uwe Hammerschmidt

Infrastruktur- Eine Definition

Infrastruktur

Planbare Renditen mit Wertsteigerungspotenzial

Grundsätzlich wird zwischen wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur unterschieden

Die wichtigsten Bereiche der wirtschaftlichen Infrastruktur sind Verkehr, Versorger sowie Telekommunikation. Zur Verkehrsinfrastruktur zählen Mautstraßen, Eisenbahnnetze, Brücken und Tunnel sowie Flughäfen und Häfen, zum Versorgungsbereich vor allem Strom, Gas, Wasser und Abwasser. Hinzu kommt die soziale Infrastruktur, die zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime und kulturelle Einrichtungen umfasst. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Infrastrukturbereiche deutlich in ihren Eigenschaften und Einflussfaktoren. So wird die Entwicklung von Flughäfen stärker vom allgemeinem Wirtschaftswachstum bestimmt, während bei der sozialen Infrastruktur vor allem die Bevölkerungszahl und -struktur eine besondere Rolle spielen

Nach der Gliederung in wirtschaftliche und soziale Infrastruktur werden diese in sogenannte "Greenfield" und "Brownfield" - Investments eingeteilt.

Greenfield-Investments

Greenfield-Investments oder "Wachstumsinfrastruktur" sind neue Infrastrukturprojekte, die entwickelt, finanziert, gebaut und betrieben werden müssen. Entweder betreibt der Investor das Infrastrukturprojekt anschließend selber oder er veräußert es.

Brownfield-Investment

Brownfield-Investments sind bestehende, häufig sanierungsbedürftige Einrichtungen; bisweilen ist auch von " reifer Infrastruktur " die Rede.

Üblicherweise sind Brownfield-Anlagen mit niedrigen Risiko-Rendite-Profilen verbunden, während Greenfield-Anlagen gewöhnlich höhere Risiko-Rendite-Profile aufweisen und Ertragspotenzial in den Folgejahren aufweisen.

Bedarf an Infrastruktur

Der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen wächst kontinuierlich und kann von staatlicher Seite kaum mehr finanziert werden. In vielen Entwicklungsländern ist selbst Basisinfrastruktur fehlerhaft, ungenügend oder schlicht nicht existent. Mehr als 1 Mrd. Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität. Mehr als 800 Mio. Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als 1 Mrd. Menschen wohnen weiter als 2 km von einem Straßenzugang entfernt. Private Investitionen in Infrastruktur von Schwellenländern sind stand heute erforderlich. Regierungen können die Defizite in der Infrastrukturversorgung nicht mit den Steuereinnahmen finanzieren - die Einbeziehung privaten Kapitals ist hier erforderlich. Der Bedarf an Investitionen in Schwellenländern beläuft sich nach Schätzungen der IFC (Weltbank) für die nächsten 10 Jahre auf mehr als 2 Billionen USD pro Jahr, doppelt so viel wie heute investiert wird.

Laut Schätzungen der OECD wird der weltweit kumulierte Infrastrukturbedarf bis 2030 auf über 65 Billionen USD ansteigen

Infrastrukturinvestments sind für Wachstum und Wohlstand einer Gesellschaft essentiell. Von Verbesserungen in den Energienetzen, Wasserversorgung, Straßen und Häfen profitieren die privaten Haushalte wie auch die Wirtschaft, Städte werden lebenswerter und diese Maßnahmen binden arme und unterentwickelte Länder an die Weltwirtschaft an.

Börsenunabhängige Investitionsstrategien

Niedrige Kursschwankungen und eine geringe Wechselbeziehung zu den Aktienmärkten sind für Institutionelle Investoren ein Grund für Investitionen in Infrastrukturinvestments

Chancen auch für Privatanleger

Durch nachhaltige und berechenbare Ausschüttungen mit Wertsteigerungspotenzial

Der Grundversorgungscharakter und die Langlebigkeit von Infrastrukturanlagen führen gemeinsam mit der starken Wettbewerbsposition zu einer beständigen und kalkulierbaren Verbrauchernachfrage. Daraus folgt, dass Cash Flows aus Infrastrukturanlagen verlässlicher vorhergesagt werden können als bei den meisten anderen Anlageklassen. Die Beständigkeit der Cash Flows kann im Portfolio des Anlegers zu einer Reduzierung der Gesamtvolatilität beitragen.

Neben den laufenden Ausschüttungen partizipiert der Anleger auch am Wertzuwachs der Infrastrukturunternehmen. Diese erzielen Wertsteigerungen insbesondere durch Erhöhung der Kundenzahlen, durch eine Optimierung der Geschäftsabläufe und der Finanzierungskonditionen sowie durch Preiserhöhungen im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben und etwaigen Konzessionen.

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