Die Doppelmoral der Elite

​​Die Doppelmoral der Eliten

​-​Wenn es darum geht eigene Interessen durchzusetzen ist jedes Mittel recht. Auch im Fall Bitcoin

In China wurde der Handel mit Bitcoin ausgesetzt und mittlerweile auch verboten.

US Behörden warnen vor Bitcoin, wollen aber gleichzeitig den Besitz von Digitalwährungen kontrollieren. Dabei geht es vor allem um einen Gesetzesentwurf, der Bitcoin im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorfinanzierung und Falschgeld betrachtet.

Dem Gesetzesentwurf aus diesem Jahr zufolge sollen alle Personen, die in die USA einreisen, künftig ihre Guthaben in Kryptowährungen wie Bitcoin mit einem Wert von über 10.000 Dollar deklarieren müssen. So ist es bei größeren Mengen Bargeld oder Edelmetallen schon heute der Fall.

Der Gesetzesentwurf wurde von Politikern beider großer Parteien in den USA eingebracht. Würde er in die Tat umgesetzt, müssten alle US-Reisende den amerikanischen Behörden ihre gesamten Krypto-Finanzen offenlegen – oder eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren riskieren.

Erst vor kurzem hat JPMorgan-Chef Jamie Dimon eine energische Abrechnung mit Krypotwährungen und Bitcoin geliefert und gesagt, er würde jeden seiner Mitarbeiter feuern, der mit Bitcoin handelt. Denn dies sei „gegen unsere Regeln und dumm“. Zudem bezeichnete er Bitcoin als einen „Betrug“, der schlimmer sei als die Tulpenzwiebel.

Interessant ist dabei folgende Tatsache:

Ein paar Tage nach der Wutrede von Jamie Dimon kauften die beiden Firmen JP Morgan Securities Inc. und Morgan Stanley am Freitag Bitcoin-Papiere im Wert von rund 3 Millionen Euro. Auch Goldman Sachs und Barclays kauften an diesem Tag Bitcoin-Papiere.

Die drei Banken nutzten die Gelegenheit und kauften die Papiere relativ preiswert. Denn der Bitcoin-Kurs war infolge des harten Vorgehens der chinesischen Behörden gegen die Bitcoin-Börsen des Landes massiv eingebrochen.

Möglicherweise hatten sogar die  vernichtenden Worte des JPMorgan-Chefs über Bitcoin einen Einfluss auf den unmittelbar darauf folgenden Kurseinbruch.

Selbst wenn JPMorgan nicht für sich selbst in die Bitcoin-Papiere investiert hat, sondern für seine Kunden, steht dies im Widerspruch zu den Worten von Jamie Dimon, Bitcoin sei „Betrug“ und eine Investition in die Kryptowährung sei „dumm“.

Selbst die Bundesbank hat Anleger vor einem Komplettverlust bei Investitionen in Cyber-Währungen wie Bitcoin gewarnt: „Bitcoin ist für die Deutsche Bundesbank kein Geld, sondern ein Spekulationsobjekt“, sagte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Er ist im Vorstand der deutschen Zentralbank unter anderem für Bargeld sowie Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme zuständig.

Jetzt macht eine neue Nachricht die Runde: Die US-Investmentbank Goldman Sachs erwägt den Einstieg in Krypto-Währungen.

Bei all diesen Nachrichten drängt sich der Verdacht auf, dass Bürger aus diesem lukrativen Geschäft herausgedrängt werden, damit die Eliten den großen Reibach selbst einstecken können.

Hier geht es nur um eines: Kontrolle über den Anleger. Wer dumm gehalten wird, den kann man mit Minizinsen oder sogar Negativzinsen abspeisen. Dies haben uns Banken und Sparkassen in den letzten Jahrzehnten deutlich vorgemacht.

Sparer und Anleger aufgepasst!

Nehmen Sie Ihre Geldanlagen selbst in die Hand! Sie werden feststellen, dass Sie damit deutlich besser fahren.

Ihr ​Experte für Kapitalanlage

Die Doppelmoral der Elite

Uwe Hammerschmidt

​* EFES = europäische Finanzstabilisierungsfazilität

Auf der Suche nach dem „besseren Geld„

Auf der Suche nach dem „ besseren Geld „

Könnte Gold die Lösung sein?

Umsichtige Anleger halten schon immer einen Teil ihres Anlagevermögens in Gold. Es dient ihnen als Versicherung für schwierige Zeiten.

Doch Gold ist weit mehr als nur Anlageobjekt.

Gold ist auch eine Währung. Im Wettbewerb mit Fiat-Geld und Kryptowährungen kommt der Anleger an Gold nicht vorbei.

Von Februar 1973 bis August 2017 lag die jahresdurchschnittliche Rendite, die man mit US-amerikanischen Aktien verdient hat, bei 10,5 Prozent. Guthaben bei Banken in Form von Drei-Monatsgeld brachten hingegen nur 4,9 Prozent – nur wenig mehr als die Inflation der Konsumentenpreise in Höhe von vier Prozent. Der Goldpreis (in US-Dollar gerechnet) stieg in der betrachteten Zeit jahresdurchschnittlich um 6,7 Prozent – deutlich mehr als kurzlaufende Bankeinlagen.

Die Zahlen machen eines deutlich: Gold ist besser als Geld und steht in unmittelbarer Konkurrenz den offiziellen Währungen.

Hiermit auch die These widerlegt, das Halten von Gold sei nicht sinnvoll, weil Gold keine Zinsen abwerfe. Gold steht nicht im Wettbewerb mit Geld-und Kapitalanlagen, sondern im Wettbewerb mit Währungen.

Der Anleger müsste sich eher die Frage stellen, will ich in Unternehmensbeteiligungen, Immobilien oder Aktien und Anlehen investieren, oder in liquide Mittel, wie Währungen und Gold.

In der Vergangenheit setzten viele Anleger auf Fiat-Geld, sprich Bankeinlagen, um mit Zinsen zu verdienen. In Zeiten von Nullzinspolitik und Negativzinsen macht das keinen Sinn mehr. Wer Guthaben bei Banken hat, wird ärmer. Gold kann durch eine Politik des Negativzinses nicht entwertet werden.

Hinzu kommt, dass Gold vor Kaufkraftverlust schützt, was bei offiziellen Währungen nicht der Fall ist. Zentralbanken drucken immer mehr Geld. Dadurch wird Geld immer weiter entwertet. Die  Goldmenge lässt sich nicht beliebig, durch politischer Willkür vermehren und entwerten. Zudem kann der Marktpreis des Goldes auch nicht auf null fallen – wie es beim ungedeckten Papiergeld im Extremfall passieren kann und immer wieder auch der Fall gewesen ist.

Selbst wenn Gold nicht als Zahlungsmittel eingesetzt wird, kann es noch für andere Zwecke, wie Schmuck- und Industrie verwendet werden.  Eine Goldnachfrage hat damit immer einen positiven Preis. Gold ist so gesehen wertmäßig unzerstörbar.

Bankguthaben können im Extremfall verloren gehen, wenn die Bank Pleite geht und der Einlagensicherungsfonds nicht ausreicht, die Bankkunden zu entschädigen. Bei Gold hingegen gibt es kein Zahlungsausfallrisiko.

Der Anleger sollte mit Gold umgehen wie mit Geld. Man hält liquide Mittel um auf lukrative Investitionsmöglichkeiten zu warten. In Phasen von beispielsweise aufkeimenden Sorgen vor systemischen Zahlungsausfällen im weltweiten Banken- und Finanzapparat wäre damit zu rechnen, dass die Nachfrage nach Gold als „sicherer Hafen“ zunimmt und sein Preis steigt. Hier hätte der Anleger die Gelegenheit, teures Gold zu verkaufen und mit dem Erlös attraktive Anlagen zu stark verminderten Preisen zu kaufen.

Gold zu kaufen und darauf zu sitzen, egal was kommt, ist daher nicht immer sinnvoll.

Jetzt könnte ja die Frage aufkommen: Warum haben dann die heutigen Währungen keine Golddeckung mehr, warum sind sie nicht mehr wie früher in Gold einlösbar?

Das hat politische, nicht ökonomische Gründe. Regierungen wollen nicht nur die Hoheit über das Geld, sondern auch eine Geldart, deren Wert sich nach politischer Interessenlage verändern lässt, um beispielsweise die Konjunktur zu beeinflussen oder Umverteilungen und Kriege zu finanzieren.

Das goldgedeckte Fiat-Geld steht diesen ideologischen-politischen Vorhaben im Wege.

Hier ein Ausflug in die Vergangenheit, weshalb die Golddeckung aufgehoben wurde.

970 begann für die US-Wirtschaft eine Rezession die eine steigende Arbeitslosigkeit mit sich brachte.

Die Märkte waren überzeugt davon, dass der US-Dollar gegenüber allen wichtigen europäischen Währungen abgewertet werden müsse. Das sollte wieder zur Vollbeschäftigung führen. So jedenfalls der Plan der Ökonomen.

Doch dies konnte nur dann geschehen, wenn sich die ausländischen Regierungen auch dazu bereit erklärten, ihre Währungen zu dem neuen Kurs an den US-Dollar zu binden. Kurz: Sie sollten ihre Währungen gegenüber dem Dollar aufwerten.

Doch eine Aufwertung würde deren eigenen Güter gegenüber amerikanischen Produkten teurer machen und somit ihrer Exportbranche schaden.

Deshalb legten einige Länder überhaupt keinen Wert auf eine Abwertung des US-Dollars und eine Aufwertung ihrer eigenen Währung.

In dieser Situation entschloss sich US-Präsident Richard M. Nixon (1913-1994) zu einer erpresserischen Tat:

Am 15. August 1971 verkündete er, dass die USA den Zentralbanken fortan nicht länger automatisch Gold gegen US-Dollars verkaufen würden.

Damit durchtrennte er die letzte verbliebene Verbindung zwischen der amerikanischen Währung und dem Edelmetall.

Die Folgen waren dramatisch:

    Banken und Privatleute, die US-Dollars besaßen, wurden durch die einseitige Ankündigung des Präsidenten, quasi über Nacht, ihres vertraglich besiegelten Anrechts auf Gold beraubt.

    Gleichzeitig öffneten sich die Schleusen für eine gigantische Währungsinflation und weltweite Spekulationen.

    Das Gesamtvolumen der global zirkulierenden Dollarmengen, das sich Ende der 1960er-Jahre auf einem relativ gleichmäßigen Niveau befunden hatte, stieg bis Ende der 1990er-Jahre um rund 2.500% an.

    Das führte zu einer massiven Kapitalflucht aus dem US-Dollar in Richtung Europa und Japan.

    Seither wurde die Welt von „Fiatgeld“ regiert, bei dem sich der Wert des US-Dollars ausschließlich durch die Rolle der USA als Weltsupermacht stützt.

    Da der US-Dollar nun nicht mehr an das Gold gekettet war, konnten die USA in wachsendem Ausmaß Dollars drucken.

Um dies durchzusetzen verkündete Nixon eine zehnprozentige Besteuerung sämtlicher Importe in die USA. Sie sollte so lange in Kraft bleiben, bis sich die Länder dazu bereit erklärten, ihre Währungen gegenüber dem US-Dollar aufzuwerten.

Die Erpressung wirkte: Im Dezember 1971 kam es in Washington schließlich zu einer internationalen „Einigung“ über die Neufestlegung der Wechselkurse, dem „Smithsonian-Agreement“.

Der US-Dollar wurde um durchschnittlich 8% abgewertet und die zehnprozentige Importsteuer, welche die USA zur Erzwingung dieser Maßnahme verhängt hatte, wieder aufgehoben.

Was ist eigentlich Fiat-Geld?

Das Wort fiat entstammt dem Lateinischen und heißt: „So sei es“

Fiat-Geld lässt sich als aufgezwungenes, verordnetes Geld oder auch als Zwangsgeld interpretieren.

Alle offiziellen Währungen sind mittlerweile Fiat-Geld.

Fiat-Geld zeichnet sich durch drei Eigenschaften aus:

Es wird von staatlichen Zentralbanken produziert, die das Monopol der Geldproduktion innehaben.

Fiat-Geld ist in sich wertlos. Die Geldmenge lässt sich im Grunde beliebig vermehren

Im Regelfall wird Fiat-Geld durch Bankkreditvergabe produziert, durch Kredite, die nicht durch „echte Ersparnis“ gedeckt sind; Fiat-Geld wird aus dem Nichts geschaffen.

Es ist chronisch inflationär, verliert seine Kaufkraft im Zeitablauf. Fiat-Geld sorgt für eine unsoziale Verteilung von Einkommen und Vermögen. Es zettelt zudem Wirtschaftsstörungen an  und treibt die Verschuldung der Volkswirtschaften immer weiter in die Höhe.

Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ist ein Beispiel für eine durch Fiat-Geld verursachte Krise.

Man kann folgendes sagen:  Solange die Volkswirtschaften am Fiat-Geld festhalten, muss man sogar damit rechnen, dass sich seine Missstände immer deutlicher zeigen werden.

Die Märkte haben darauf reagiert. Spätestens nach der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Menschen auf der Suche nach einem „ Besseren Geld „.Die sogenannten „Kryptowährungen“ wie Bitcoin und Co. bieten sich als eine bessere Alternative zu den offiziellen Fiat-Währungen an. Ob sie sich durchsetzen, wird der „Wettbewerb der Währungen“ zeigen.

Viel interessanter ist die Technologie, welche hinter Bitcoin & Co steckt, die „ Blockchain „.

Laut Experten lässt sich die Blockchain nicht nur für Kryptowährungen als Tauschmittel einsetzen, sondern mit der Blockchain lässt sich auch ein digitalisiertes Goldgeld aus der Taufe heben. Ein digitalisiertes Goldgeld wäre gewissermaßen ein monetärer Quantensprung – der den Weg zurück zu gutem, verlässlichem Geld ebnen kann.

Hier sollte der Anleger aufhorchen. Denn Fiat-Währungen – anders als das Gold – verlieren nicht nur chronisch ihre Kaufkraft, sie sind immer auch dem Risiko ausgesetzt, ein vorzeitiges Ende zu nehmen.

Außerdem kommt Fiat-Geld an die Qualität von Gold so wie so nicht ran.

Ihr Uwe Hammerschmidt

EU Bankreform: leider wieder nichts geworden

Bankenreformen in der EU.  

​-​Schon wieder werden Teile nicht umgesetzt!

Ein Teil der Pläne sah vor, dass große Banken den spekulativen Handel mit Wertpapieren und ihre Investment-Tätigkeiten vom traditionellen Kundengeschäft abspalten müssen, damit die Sparer im Falle einer Insolvenz nicht zur Kasse gebeten werden können.

Was zur Sicherung der Spareinlagen und zum Schutz der Sparer führen sollte, wurde jetzt ganz einfach fallen gelassen.

Laut EU - Kommission kommt es hier zu keiner Einigung, da das hauptsächliche Ziel des Vorschlags – die Stärkung der Finanzstabilität – zwischenzeitlich von anderen regulatorischen Maßnahmen im Bankensektor erreicht wurde, so eine Sprecherin.  Die Handelsaktivitäten der Großbanken sind heute kleiner, als sie vor der Krise waren.“

Ich weiß ja nicht auf welcher Basis die EU-Kommission zu dieser Ansicht kommt.

Eines ist sicher: das Volumen der Derivate und der Schulden im globalen Finanzsystem haben sich seit der Finanzkrise deutlich erhöht. Auch durch die globale Vernetzung der Großbanken untereinander und die daraus resultierenden Aktivitäten, haben die Risiken deutlich erhöht.

Zudem hat sich beispielsweise durch die Interventionen der italienischen Regierung bei Krisenbanken wie Monte Paschi gezeigt, dass auf EU-Ebene beschlossene Gesetze zur Bankenabwicklung (im konkreten Fall das sogenannte Bail-in) von einzelnen Mitgliedsstaaten umgangen werden können, ohne dass Konsequenzen zu befürchten sind.

Erinnern wir uns:

Bevor der italienische Staat einsprang, war der Kapitalbedarf von Monte die Paschi von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf 8,8 Milliarden Euro geschätzt worden. Das römische Parlament hatte zu diesem Zweck eigens ein Regierungspaket zur Rettung angeschlagener Banken mit Staatsgeldern verabschiedet. Von diesem flossen 4,5 Milliarden Euro an das krisengeschüttelte Geldinstitut aus Siena. Der Rest des Fehlbetrags kam aus einem Aktienumtausch. Die EU-Kommission hatte über viele Monate hinweg auf eine Lösung gedrängt. Schließlich genehmigte dann die italienische Regierung die Rettung der Bank durch den Staat mittels einer sogenannten vorsorglichen Kapitalisierung.

Die Intervention der Regierung in Rom stand im klaren Widerspruch zu den in der EU geltenden Bail-in-Regeln, wonach eine Bank erst dann mit Steuergeldern gestützt werden darf, wenn zuvor die Forderungen von Aktionären und Gläubigern (Anleihebesitzer und Bankkunden) beschnitten wurden.

Für mich stellt sich deshalb die Frage, inwieweit sich die von der Kommission beschriebene Sicherung der Finanzstabilität in Europa auf Grundlage des derzeit gültigen Regelwerks gewährleisten lässt.

Solche Aktionen zeigen ganz deutlich, von einer Bankenregulierung und einer Finanzstabilität ist die EU weit entfernt. Ganz im Gegenteil, die Zeichen für eine erneute Finanz-und Bankenkrise mehren sich deutlich.

Sparer und Anleger sollten auf der Hut sein, denn bei der nächsten Bankenkrise könnte ihr gesamtes Vermögen verloren gehen.

Ihr

Uwe Hammerschmidt

Unser krankes Finanzsystem

​Unser krankes Finanzsystem.  

​-​​Denn sie wissen nicht was sie tun

Als Konsequenz aus der Schuldenkrise haben die Euro-Staaten einen dauerhaften Krisenmechanismus in Kraft gesetzt. Der neue Rettungsschirm ESM löst den Vorgänger EFSF* ab.

ESM steht als Abkürzung für „europäischer Stabilitätsmechanismus“. Er dient dem Ziel, Staaten der Eurozone zu unterstützen, die mit großen Finanzproblemen zu kämpfen haben. Das soll auch die Eurozone als Ganzes stabilisieren.

Der ESM sieht sechs Stabilitätshilfen vor:

kann er direkte Kredithilfen für die jeweiligen Länder gewähren.

kann er Ländern vorsorglich eine Kreditlinie einräumen, um diese dahingehend zu unterstützen, Gelder innerhalb des vereinbarten Rahmens abrufen zu können.

kann der ESM Kredite gewähren, die nicht die Staatsfinanzen stabilisieren, sondern den Banken des jeweiligen Landes zugutekommen sollen. In diesen Fällen bekommt der jeweilige Staat ein ESM-Darlehen, um seinerseits den Geldhäusern Kapitalhilfen gewähren zu können.

kann er Banken direkte Kredithilfe gewähren, als letzten Ausweg, wenn die vorherigen ESM-Hilfen nicht greifen konnten.

darf der ESM selbst Staatsanleihen aus dem Primärmarkt (neu ausgegeben) ankaufen, um damit die Nachfrage zu erhöhen.

darf der ESM selbst Staatsanleihen aus dem Sekundärmarkt (bereits ausgegeben) aufkaufen.

Das Stammkapital des ESM beläuft sich auf 700 Milliarden Euro, wovon 190 Milliarden Euro aus Deutschland kommen. Bisher sind bereits 272,5 Milliarden Dollar an Krediten an Irland, Griechenland, Portugal, Zypern und Spanien ausgestellt worden.

Wichtig für private Anleger:

Sollten private Anleger Staatsanleihen eines Mitgliedslandes besitzen, werden bei drohender Insolvenz des Mitgliedstaates auch die privaten Anleger zur Sanierung herangezogen. Der private Anleger würde in diesem Fall massiv Geld verlieren.

Es heißt zwar solch ein Fall wäre sehr unwahrscheinlich, doch bei der immensen Verschuldung unserer Staaten wird ein solcher Fall immer wahrscheinlicher.

Jetzt will der ESM selbst eine Anleihe auf den Markt bringen und zwar auf Dollar Basis. Indem der ESM nun selbst Dollar-Anleihen verkauft, verschuldet er sich selbst und unterliegt dazu noch dem Währungsrisiko, falls der Dollar in den kommenden Jahren zum Euro an Wert gewinnt.

Wie krank ist das denn?

Bei solchen und auch anderen Konstrukten muss unser Finanzsystem ja zusammenbrechen.

Ich kann nur jedem raten: raus aus Geldwerten und rein in Sachwerte, auf die die Staaten keinen Zugriff haben

Ihr Experte für Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

​* EFES = europäische Finanzstabilisierungsfazilität

Staatsfonds rücken in den Fokus der Öffentlichkeit

​​​Es braut sich was zusammen.  

​-​Staatsfonds rücken in den Fokus der Öffentlichkeit

Gerade meldete der Staatfonds Norwegen, dass sein verwaltetes Vermögen erstmals die Ein-Billionen-Dollar-Grenze überschritten hat. Er ist der weltweit größte Staatsfonds.

Seit den 90er Jahren legt der Staatsfonds einen Teil von Norwegens Öl-Einnahmen für künftige Generationen an. Weltweit ist er an mehr als 9.000 Firmen beteiligt und hält rund 1,3 Prozent der Anlagesumme an den weltweiten Börsenmärkten. In Europa sind es sogar 2,3 Prozent.

Was sind eigentlich Staatsfonds?

Staatsfonds können  als  staatliche  Finanzvehikel  charakterisiert  werden, die Einnahmen aus Rohstoffverkäufen, Exportüberschüssen und/oder Devisenreserven auf den internationalen Finanzmärkten, d. h. vor allem im Ausland, investieren. Dabei wird  das  in  einem  Staatsfonds  verwaltete  Vermögen  getrennt  von  den  offiziellen  Währungsreserven der Zentralbanken und/oder des Staatshaushalts verwaltet.

Besonders hervorgetan haben sich Staatsfonds in der Finanzkrise. Staatsfonds  verfügen  über  ausreichend  Kapital  und  haben  es  mit  ihren  Investitionen  in  einzelne  amerikanische  und europäische  Finanzinstitute  überhaupt  erst  ermöglicht,  dass  diese  weiter  existieren  konnten.

Beste Beispiele sind hier die amerikanische Citigroup, in die die Abu Dhabi Investment Authority 7,5 Mrd. USD im Jahr 2007 einbrachte. Oder die Schweizer Großbank UBS, hier investierte The Government of Singapore Investment Corporation im gleichen Jahr 7,8 Mrd. USD.

Damit  stabilisierten  Staatsfonds,  während  der  am  Finanzmarkt  herrschenden  Turbulenzen,  einzelne  Unternehmen  und,  wegen  deren  systemischer Bedeutung, auch die Gesamtwirtschaft.

Den wenigsten dürfte allerdings bekannt sein, dass auch Deutschland mittlerweile einen Staatsfond hat.

Offiziell heißt das Vehikel „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ und soll die Kosten für den Abriss alter Reaktoren und die Unterbringung des Atommülls finanzieren. 24 Milliarden Euro haben die großen Energieversorger bereits investiert.

Die Gelder des Deutschlandfonds, auch „Atomfonds“ genannt,  sollen nach gewissen nachhaltigen Kriterien gemanagt werden, wie das beim norwegischen Staatsfonds der Fall ist. Die Norweger legen das Geld nach einem Best-of-Class-Ansatz an. Dabei werden in jeder Branche das oder die Unternehmen herausgefiltert, die im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften führend sind.

Deutsche Unternehmen erwirtschaften ein massives Handelsplus, und es gibt damit immense Überschüsse bei den deutschen Ersparnissen. Ein Teil davon könnte in einen Staatsfonds fließen und damit deutlich rentabler angelegt werden, als das bislang der Fall ist. Gerade wenn es darum geht, das Problem der Altersarmut zu bekämpfen, könnte ein solches Vehikel durchaus hilfreich sein.

Wir werden das Thema weiter verfolgen und Sie auf dem Laufendem halten.

Ihr Experte für Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

Was dem Wähler im Wahlkampf verschwiegen wurde

​​Eurokrise, Geldpolitik und Zerfall der EU.  

​-Was dem Wähler im Wahlkampf verschwiegen wurde

Die Bundestagswahl ist vorbei. Die deutsche Nation hat ein Beben erlebt. Das Regieren wird für Kanzlerin Angela Merkel zur Herausforderung werden, nicht nur durch den Einzug der AfD ins Parlament.

Es wird die nächsten vier Jahre sehr unangenehm. Die Parteien haben die anstehende Krise vollkommen ausgeblendet. Und ich rede hier nicht von der Flüchtlingskrise. Diese wurde zwar im Wahlkampf thematisiert, spielt aber meiner Meinung nach nur eine untergeordnete Rolle.

Es geht um die nächste Finanz- und Wirtschaftskrise. Mario Draghi hat den Regierungen zwar Zeit gekauft – aber diese haben die Zeit nicht genutzt. Die Geldpolitik der EZB wird in den kommenden Jahren Schockwellen nicht nur durch Europa, sondern insbesondere durch Deutschland, schicken.

Also was tun?

Die Geldpolitik der EZB fortsetzen? Dadurch werden zahlreiche Banken rote Zahlen schreiben. Schon heute funktionieren die Geschäftsmodelle der Banken und Sparkassen nicht mehr. Experten rechnen damit, dass Anfang der 2020er Jahre fast alle Banken in Europa hohe Verluste einfahren werden. Verschärft wird die Lage durch die faulen Kredite, die sich trotz der niedrigen Zinsen in vielen Ländern aufgetürmt haben – sowohl bei Privatpersonen also auch bei Unternehmen.

Bei diesem Szenario ist das Ergebnis eindeutig: In Deutschland droht eine beispiellose Altersarmut, weil private Vorsorge und Betriebsrenten mit dem Nullzinsniveau nicht operieren können.

Soll daher jetzt bei der EZB die Zinswende eingeleitet werden? Auch das geht nicht. Beim Anstieg der Zinsen würden Unternehmen in die Pleite gerissen, die nur durch die billige Zinspolitik der EZB am Leben gehalten wurden. Also Unternehmen ohne Innovation und Produktivitätssteigerung, die ohne diese Maßnahmen schon lägst vom Markt verschwunden wären.

Bei solche einem Szenario hätten wir folgendes Ergebnis: Massenentlassungen, wie sie Deutschland noch nie gesehen hat. Armut durch Hartz IV.

Ähnlich wird es den Staatshaushalten gehen. Durch Nullzinsen und Anleihe-Aufkäufe in astronomischen Höhen ist die Explosion noch nicht erfolgt. Ohne diese Maßnahmen wären einige europäische Staaten schon pleite.

Daher können Regierungen und die EZB die Geldpolitik nicht ändern.

Natürlich ist vielen Euro- und EU-Politikern klar, dass es nach der Bundestagswahl tiefgreifende Reformen geben muss. Es ist bemerkenswert, dass es den deutschen Parteien gelungen ist, dieses Thema vor der Bundestagswahl komplett auszusparen. Wenn dem deutschen Bürger reinen Wein eingeschenkt worden wäre – was sich keiner traut – wäre die Bundestagswahl noch verheerender ausgefallen, denke ich.

Wegen der Zinsentwicklung kommt das böse Erwachen jetzt nach der Wahl – also in der nächsten Legislaturperiode. Keine Partei in Deutschland hat Konzepte und kompetente Leute, mit denen sie Deutschlands Interessen in der Geld-, Währungs- und Finanzpolitik durchsetzen könnte: Merkel will nicht, Schulz kann nicht, die FDP spricht mit gespaltener Zunge, die Grünen sind zu schwach, die AfD ist isoliert und die Linken sind noch nicht so weit.

„Priorität“ hat für die EU zunächst die Vollendung der Bankenunion, um die Eurozone „strukturell zu stärken“. Dieser Vollendung fehlt noch die gemeinsame Einlagensicherung, die weitere Gefahren für die deutschen Anleger bringt. Die gemeinsame Einlagensicherung wird zwar von den Sparkassen in Deutschland abgelehnt, verhindern können sie diese jedoch nicht. Schon gar nicht, wenn einige aus ihrem Verbund wegen der Zinspolitik unter Druck geraten werden.

Aus den einzelnen kritischen Faktoren wird sich eine neue und umfassende Finanzkrise entwickeln.

Die nächste Finanz- und Wirtschaftskrise wird verheerender sein als die von 2007. Viele Sparer und Anleger werden ihre Ersparnisse und ihr Vermögen verlieren. Armut, Pleiten und Massenarbeitslosigkeit werden das Bild Deutschlands prägen.

Gewinner werden diejenigen sein, die ihre Ersparnisse in Sachwerte angelegt haben und ihr Vermögen vor dem Zugriff der Behörden gesichert haben.

Ihr Experte für Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

Wenn Kunden nicht mehr an Bargeld kommen

​Wenn Kunden nicht mehr an Bargeld kommen.  

-Um die Abschaffung des Bargeldes voranzutreiben ist jedes Mittel recht.

​Schweden ist Vorreiter für eine bargeldlose Gesellschaft. Hinterfragt man dieses Phänomen wird dies unter anderem mit den vielen brutalen Banküberfällen in Schweden in Verbindung gebracht. Um die Sicherheit der Bankangestellten zu gewähren, wurden in schwedischen Bankfilialen immer weniger Bargeld vorgehalten. Es wurden sukzessive die Bankautomaten abgeschafft. Auch Bankfilialen wurden geschlossen.

Da die schwedische Bevölkerung sehr offen für Neues ist, wurde dieser Schritt begrüßt. Ein Leben ohne Bargeld ist für die Schweden schon fast normal geworden. Selbst in den Kirchen wird mittlerweile die Kollekte mit Kreditkarte bezahlt.

Dass die Schweden dadurch gläsern geworden sind stört sie nicht weiter. Es werden ja auch ihre Gehälter öffentlich gestellt. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass die Schweden in den letzten 200 Jahren ein viel gesunderes Verhältnis zu ihrer Regierung hatte, wie etwa die Deutschen.

Jetzt werden auch in Deutschland die oben erwähnten Schritte immer deutlicher. So beklagte jüngst das Bundeskartellamt den Abbau von Bankfilialen und Geldautomaten.

„Die Versorgung mit Bargeld ist für den Verbraucher schon heute mitunter schwierig, weil immer mehr Bankfilialen, Servicecenter und Geldautomaten geschlossen oder abgebaut werden“, schreiben die Wettbewerbshüter in einem aktuellen Fallbericht.

Zwar begrüßen Bundesbank und Finanzaufsicht BaFin diesen Schritt, damit Banken und Sparkassen kostendeckender arbeiten können. Doch ist dieser Abbau gravierender als der Bankenverband zugibt.

Der Angriff auf unser Bargeld hat längst begonnen. Hinter all den Botschaften, wie „ Ohne Bargeld würde die Schattenwirtschaft und der Terrorismus eingedämmt „ steht nur eine Botschaft im Vordergrund:

Ohne Bargeld wäre der Bürger  den Macht- und Kontrollfantasien des Staates vollkommen ausgeliefert. Wer bar zahlt, bewahrt sich die Privatsphäre, oder anders ausgedrückt „ Geld ist geprägte Freiheit“.

Wissenschaftler wie der US-Ökonom Kenneth Rogoff argumentieren zudem offen, dass die Notenbanken ohne Bargeld schlagkräftiger würden – weil die Bürger möglichen Negativzinsen nicht mehr durch Geldhortung ausweichen könnten.

Der Weg hin zum gläsernen und überwachtem Bürger nimmt immer deutlichere Züge an.

Uwe Hammerschmidt

P.S.

Sie wollen wissen was Sie dagegen tun können, dann kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns aus Sie

Die Angst der Staaten vor Digitalen Währungen

​Die Angst der Staaten vor Digitalen Währungen

 -​Was die Regierung an der Blockchain stört!

Das Vertrauen der Menschen in die globalen Finanzsysteme sinkt von Jahr zu Jahr. Sie suchen nach Alternativen. Deshalb wundert es nicht, dass digitale Währungen wie Bitcoin immer mehr Anhänger gewinnt.

Unsere gängigen Zahlungsmittel werden von einer zentralen Instanz – in der Regel einer Staatsbank – in den Umlauf gebracht und beliebig vervielfältigt. Hier besitzt ein zentrales Organ die Kontrolle.

Anders bei digitalen Währungen, auch Kryptowährungen genannt.

Kryptowährungen werden dezentral aufgebaut. Sie beruhen auf Netzwerken, in denen alle Informationen untereinander getauscht und jede Transaktion gespeichert und öffentlich verbreitet wird.

Kryptowährungen haben dadurch einen entscheidenden Vorteil: Die Kontrolle liegt nicht bei einem Finanzinstitut, sondern bei einer weltweiten Gemeinschaft – den Nutzern der digitalen Währung.

Dadurch haben die Staaten keinerlei Kontrolle über digitale Währungen. Bitcoin werden mittlerweile an verschiedenen Börsen gehandelt.

Und genau das ist den Regierungen ein Dorn im Auge.

Bestes Beispiel ist China. Nachdem BTC China, ein Handelsplatz für Bitcoin, vor ein paar Tagen das Aus für den Bitcoin- Handel bekanntgegeben hat, verkündete jetzt die Börse ViaBTC ihr Aus zum Monatsende und schickte kurzzeitig die Kurse in den Keller.

Die chinesischen Behörden hatten zuvor Börsengänge von Cyber – Währungen verboten und eine Warnung für digitale Währungen herausgegeben. Vor einige Tagen hatte auch der Chef der US-Großbank JPMorgan Chase, Jamie Dimon, Cyber-Währungen scharf kritisiert. Er bezeichnete Bitcoin als Betrug. Auch der österreichische Notenbankchef Ewald Nowotny warnte vor einigen Wochen vor den Gefahren. Ein Verbot sei allerdings kein Thema.

Interessant dabei ist die Aussage von chinesischer Seite, dass nur „ staatenlose“ Kryptowährungen Gefahren bergen. Hingegen staatlich kontrollierte Kryptowährungen durchaus nützlich seien.

Kann es sein, dass Regierungen und Banken fürchten die Kontrolle über Ihre Bürger zu verlieren?

Bei solchen Aussagen liegt der Verdacht nahe.

Nachtigall ich hör dir trapsen

Uwe Hammerschmidt

Steigende Kosten – Armutsfalle Immobilien

Mieten und Immobilienpreise steigen weiter an.  

 -In manchen Städten sogar explosionsartig!

Großstädte bieten viele Vorteile: hohe Lebensqualität, einen flexiblen Arbeitsmarkt und attraktive Verkehrsmittel. Deshalb ziehen einer Studie zu Folge viele junge Leute in die Metropolen.

Dies hat Folgen für die Entwicklung der Mieten und der Preise.

Wir haben nicht mehr die stabilen Verhältnisse von Früher, wo Unternehmen dem Arbeitnehmer ein Arbeitsverhältnis auf die nächsten 20 Jahre sichert. Die Menschen sichern sich ab, um beim Jobverlust schnell wieder Arbeit zu bekommen. Und das finden sie in den Großstädten. Hinzu kommt die hohe Lebensqualität, wie der öffentliche Nahverkehr.

Dieser Zuzug lässt Mieten und Immobilienpreise rasant steigen. Zudem nimmt die Wohnungsnot in den Metropolen deutlich zu.

Rund 40 Prozent aller deutschen Haushalte wenden mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete auf, fast ein Fünftel sogar mehr als 40 Prozent.  Vor allem kleine Haushalte haben eine höhere Mietbelastung zu tragen. Normalerweise sollten es maximal 30 Prozent sein, damit für die sonstige Lebensführung noch etwas übrig bleibt. Davon sind wir mittlerweile weit entfernt.

Zwar sind in den letzten zwölf Monaten die Mieten bundesweit nur um 7 Prozent gestiegen, doch in den Großstädten sieht es anders aus. Allein in Berlin stiegen die Mietpreise um 13 Prozent, seit dem Jahre 2007 sogar um stolze 78 Prozent. München meldet im gleichen Zeitraum nur 65 Prozent Mietpreissteigerung, doch waren damals schon die Mietpreise deutlich höher als in anderen deutschen Metropolen.

Die Eigene Immobilie ist für viele ein Traum. Doch dabei werden steigende Mieten und hohe Immobilienpreise für die Deutschen zunehmend zur Belastung

Steigende Mieten und hohe Immobilienpreise werden für die Deutschen zunehmend zur Belastung

Im FSH Immobiliendossier finden Sie alles was Sie ​wissen müssen um:

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    V​ermögensverluste zu vermeiden
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    Trotz Inflation Vermögen aufzubauen
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    ​Von Steigenden Immobilienpreisen zu profitieren

Mit einer Lösung des Wohnproblems tun sich Politiker schwer. Die Mietpreisbremse gilt als gescheitert. Und auch der Versuch, mehr Mieter zu Wohneigentümern zu machen – etwa mit staatlichen Finanzhilfen beim Kauf – scheinen bislang wenig erfolgreich.

Die Zahl der Baugenehmigungen sinkt weiter und  die Genehmigungen für Nachverdichtung sind weiter gefallen. Die Folge: Wir sind weit davon entfernt, die Wohnungsnot zu lindern.

Auch Wohnungseigentum wird immer unerschwinglicher.

Durch steigende Preise sinkt die Wahrscheinlichkeit sich überhaupt noch Wohnraum in den Städten leisten zu können. Obwohl die Niedrigzinsen auch private Käufer in Scharen in den Immobilienmarkt treiben, stagniert die Quote für selbstgenutztes Wohneigentum in Deutschland.

Da Deutschlands Städte immer noch ein investorenfeindliches Klima bietet, allein durch bürokratische Hürden bei Baugenehmigungen, zieht es immer mehr Bauträger ins Umland, in den sogenannten Speckgürtel. Dort finden auch Wohnungssuchende noch bezahlbaren Wohnraum.

Doch die Folge wird sein: In vielen Umlandgemeinden dürften die Preise stärker steigen als in den Großstädten selbst. Schon heute sehen wir, dass wieder mehr Menschen in den Speckgürtel abwandern, weil die Kernstädte zu teuer wurden.

Eine bedenkliche Entwicklung wie ich finde.


Herzliche Grüße Ihr

Uwe Hammerschmidt

Von der Pleitewelle zum Finanz-Tsunami

Wie Marktverzerrung unseren Wohlstand gefährdet!

Normalerweise erwartet man nach dem jährlichen Treffen der Zentralbanker neue Impulse, damit die allgemeine Weltwirtschaft neu beflügelt wird. Beim letzten Treffen jedoch hatte man das Gefühl, es herrsche mehr Ratlosigkeit als Hoffnung. .

Die Politik der Zentralbanken hat sie in eine aussichtslose Lage gebracht.

Wobei sich die EZB das größte Loch gegraben hat. Und das droht jetzt über ihr hereinzubrechen. Ihre Politik hat die Anreize für ein Ende der ungebremsten Schuldenmacherei in Südeuropa abgeschafft und zugleich mit der Nullzinssubvention seit Jahren ineffiziente und unproduktive Unternehmen am Leben erhalten. Diese Unternehmen gehen nicht mehr Pleite, weil sie ihre Kapitalkosten nicht mehr verdienen müssen. Das hat Folgen: Sie verseuchen die Kreditportfolien der Banken mit schlechtem Kredit, weil ihre Pleite ja nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben ist. Werden diese Pleiten eines Tages, zum Beispiel ausgelöst durch eine Zinswende, nachgeholt, dann sprengen die Verluste das Bankensystem in Europa in die Luft.

 

Zu den 1.000 Milliarden Euro an ausgefallenen Krediten, welche vor kurzem die EBA (europäische Bankenaufsichtsbehörde) bestätigt hat, könnten laut Bankenberater Markus Krall nochmals 1.500 Milliarden Euro an faulen Krediten dazukommen. Dafür sind die Banken ganz einfach nicht ausgerüstet.

 

Das globale Finanzsystem ist keinesfalls so gut aufgestellt, wie man uns immer wieder weiß zu machen versucht. Nachdem die FED (Federal Reserve, die Zentralbank der Vereinigten Staaten) den Leitzins um 0,25 Prozent erhöht hatte, gingen in den USA die Pleiten los. Eine winzige Zinserhöhung und in einigen Sektoren, wie zum Beispiel dem Einzelhandel, sterben die Unternehmen in den USA wie die Fliegen.

 

Der Nullzins verhindert diese Pleiten zu einem großen Teil, weil er die Fremdkapitalkosten auf nahe Null reduziert.

Diese Subvention hält eigentlich tote Unternehmen am Laufen. Die Zahl der Pleiten ist zum Beispiel in Deutschland kontinuierlich auf zuletzt ein halbes Prozent gesunken. Wenn eine externe Störung die Tragfähigkeit dieser Unternehmen überschreitet, dann werden diese Pleiten nachgeholt.

Kommt die Pleitewelle erst einmal in Gang, wird sie nicht mehr aufzuhalten sein. Die Folgen werden katastrophal sein. Es wird der sprichwörtlich kleine Mann sein, der diese Zeche bezahlt. Arbeitnehmer werden die Folgen durch die Pleitewelle zuerst und am Härtesten spüren, indem die Arbeitslosigkeit Höhen erklimmt, die Europa seit den 30er Jahren nicht mehr gesehen hat. 10% aller Unternehmen sind heute Pleiteunternehmen und beschäftigen auch ca. 10% aller Arbeitnehmer. Besonders hart wird es die jungen Familien treffen, die zusätzlich noch eine Immobilienfinanzierung zu bedienen haben und die ihr Haus dann in einem fallenden Markt notverkaufen müssen.

 

Sozialhilfeempfänger werden erst in der zweiten Welle darunter leiden, nämlich dann, wenn die Staatsfinanzen in Deutschland ins Rutschen kommen und ihre Transfers nicht mehr finanzierbar sein werden.

 

Die Sparer, die in Deutschland eine große Schnittmenge mit den Arbeitnehmern haben, werden wegen gewaltiger Verluste bei den Sparprodukten zur Kasse gebeten werden, das betrifft Lebensversicherungen, Pensionskassen, Sparkonten, Aktienfonds, Immobilienwerte.

 

Durch die Geldpolitik der EZB sind die Folgen gravierend und weitreichend. Eine Umkehr ist so gut wie nicht mehr möglich. Wir steuern geradewegs auf den Zusammenbruch des Bankensystems und auf einen nächsten Crash zu. Dieser wird wie ein Tsunami über uns hereinbrechen, mit ungeahnten Folgen.

 

Anlegern kann ich nur raten, raus aus den Geldwerten und rein in Sachwerte, sowie international gestreut auch außerhalb Europas.

Ihr Uwe Hammerschmidt

P.S.

Meine Buchempfehlung:

Markus Krall - Der Draghi-Crash:

Warum uns die entfesselte Geldpolitik in die finanzielle Katastrophe führt

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