93 Jahre alt und künstlich beatmet

Beim Wort „Weltspartag“ werden bei mir Kindheitserinnerungen wach. An diesem Tag bin ich immer voller Stolz mit meiner Spardose zur Sparkasse. Da wurde dann „das Schweinchen“ geschlachtet und der Inhalt auf meinem Sparbuch gutgeschrieben. Geschenke gab es obendrein. Und wenn ich Glück hatte gab es bei der Tombola auch noch einen Gewinn.

Das waren noch Zeiten: Auf dem Sparbuch gab es noch richtig gute Zinsen. Der Schalterbeamte wurde auch wie ein Beamter anerkannt, zu ihm konnte man Vertrauen haben. Damals war die Welt noch in Ordnung.

Die Doppelmoral der Elite

Wie geht es Ihnen? Erinnern Sie sich auch noch an diese Zeiten?

Heute ist der Weltspartag 93 Jahre alt. Von den europäischen Sparkassen wurde dieser Aktionstag erstmals am 31. Oktober 1925 durchgeführt.

Die damals teilnehmenden Länder waren Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Jugoslawien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn, Uruguay und die USA. Mittlerweile ist der Weltspartag in einigen Ländern nahezu komplett verschwunden. Nicht so in Deutschland.

Die Idee dahinter war, die finanzielle Bildung der Bevölkerung zu fördern. Grundsätzlich ist dies erst einmal begrüßenswert. Die Finanzbildung hat seither nichts an ihrer Wichtigkeit verloren. Im Gegenteil. Leider bestehen in Deutschland aber nach wie vor ganz gravierende Defizite in Bezug auf die finanzielle Bildung. Speziell an den Schulen kommt die Finanzbildung, meiner Überzeugung nach, viel zu kurz.

Doch ob es in der heutigen Zeit ausreicht, mit einem Weltspartag finanzielle Bildung zu erlangen, mag ich stark bezweifeln. In unserer heutigen globalen und komplexen Finanzwelt gehört mehr dazu. Zumal unser gutes altes Sparbuch längst ausgedient hat, nicht nur der Null Zinsen wegen.

Trotz allem setzen die Deutschen nach wie vor auf das Sparbuch.

Es wird Zeit einen Weltinvestmenttag einzuführen.

Investieren statt sparen. Realwertsparpläne statt Banksparprodukte. Das macht Sinn, nicht nur für Kinder. Neben strategischen Edelmetall-Investments mit Verwahrung an Lagerstellen und über Rechtsstrukturen außerhalb der Euro- und EU-Systeme, ist es sinnvoll, auch einen Handbestand an ausgesuchten Edelmetallen als strategische Notreserve im Eigenbesitz zu verwahren, bzw. bankenunabhängig zu „besparen“.

Mit meinem Wirtschaftsbrief Vermögensschutz Aktuell erleben Sie finanzielle Bildung hautnah.

Ihr Experte für Geld und Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt