Beginnen jetzt die Turbolenzen?

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (kurz BIZ) war noch nie dafür bekannt, sich medienwirksam zu präsentieren. Auch mit Kommentaren und Stellungnahmen zu Finanzmärkten oder Finanzkrisen hielt sie sich größtenteils zurück, obwohl sie wie keine andere Bank der Welt ganz nah an den Finanzmärkten dran ist.

Umso erstaunlicher ist es, dass die als Zentralbank der Notenbanken bezeichnete BIZ, kürzlich erste Warnungen aussprach und vor ersten Turbolenzen an den Finanzmärkten warnte.

Die Doppelmoral der Elite

Sehr spannend auch, dass Herr Claudio Borio, Leiter der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der BIZ, die Faktoren, die für eine Neu-Auflage der Krise sprechen, klar und offen benennt. Er meinte, die Märkte in den entwickelten Volkswirtschaften seien deutlich überbewertet.

Und Recht hat er! Auch ich warne ja schon seit geraumer Zeit vor deutlichen Blasen im Aktien- oder auch im Immobilienbereich.

Zum anderen moniert er die viel zu lockeren Finanzierungsbedingungen. Fakt ist ja, dass selbst höchst verschuldete Staaten wie Italien sich im historischen Vergleich extrem günstig refinanzieren können. Last but not least seien, Borio zufolge, die Schuldenstände in der gesamten Weltwirtschaft viel zu hoch. So lägen die gesamten, also privaten und öffentlichen Schulden in Relation zum Bruttoinlandsprodukt wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau.

Laut Borio sei es eine Ironie, dass ein Zuviel an Schulden zentral für die Krise gewesen sei und wir nun mehr davon haben würden. Weil die Zinsen noch immer außergewöhnlich niedrig und die Notenbankbilanzen aufgeblähter denn je seien, gebe es auch kaum noch Mittel im Medizinschrank der Notenbanken, um dem Patienten auf die Beine zu helfen oder ihn bei einem Rückschlag zu versorgen.

Auf gut deutsch: Den Notenbanken geht die Puste aus!

Wir sollten die Warnung der BIZ sehr ernst nehmen. Es ist alles angerichtet für den Crash 2.0. Gegenüber 2008 ist die Fallhöhe deutlich größer geworden. Klicken Sie hier, und gehen Sie in der nächsten Krise als Gewinner hervor, während die Masse ihr Vermögen verliert.

Ihr Experte für Geld und Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt