Die Lage der Banken – faule Kredite, europäische Einlagensicherung, die EZB als Global Player – für Privatanleger eine brandgefährliche Situation

Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise halten europäische Banken immer noch fast 1 Billion Euro an faulen Krediten. Dies sind Kredite, die kurz davor stehen, zu platzen, weil ihre Schuldner diese nicht mehr bedienen können. Jene toxischen Kredite hatten in der Vergangenheit innerhalb der Eurozone massiven Schaden angerichtet, vor allem in Griechenland, Zypern und Italien.


Die Doppelmoral der Elite

Noch Ende 2017 gab die EZB bekannt, dass solche Banken gezwungen werden, mehr Kapital bereitzuhalten, um so den wirtschaftlichen Schaden ausgleichen zu können, der im Moment des Ausfalls dieser Kredite entstehen wird.

Laut Reuters wurde jetzt allerdings bekannt, dass die EZB diesen Weg nicht weiter verfolgen wird. Mit anderen Worten: die EZB hat sich dem politischen Druck gebeugt.

Es waren vor allem italienische Politiker, welche die EZB in die Knie gezwungen haben. Denn italienische Banken halten mit Abstand den größten Anteil an diesen faulen Krediten. Gleichzeitig ist das italienische Bankensystem derart marode, dass es gar nicht in der Lage ist, Sicherheiten zu hinterlegen.

Noch vor Wochen hatte unsere Bundeskanzlerin Merkel bekanntgegeben, dass es eine europäische Einlagensicherung mit Deutschland nur geben wird, wenn toxische Kredite mit Sicherheiten hinterlegt werden. Dies ist ja nun nicht mehr der Fall.

Doch was schert unsere Kanzlerin ihr Geschwätz von gestern?

Bei einem Treffen mit ihrem französischen Amtskollegen Macron, am 19.04.2018 in Berlin, gab sie bekannt, dass Deutschland der Bankenunion, und somit auch der europäischen Einlagensicherung, nicht mehr im Wege stehen wird. Bei der Diskussion, ob oder ob nicht, hat Merkel sowieso schlechte Karten. Anders als Frankreich hat Deutschland außer der Deutschen Bank keinen globalen Player mehr, im Gegenteil: Die Landesbanken bereiten immer noch Sorgen. Deutschland kann sich also nicht als Musterschüler im Hinblick auf stabile Banken präsentieren.

Beispielsweiße die unter vielen faulen Schiffskrediten ächzende NordLB arbeitet mit Hochdruck an der Lösung ihres Kapitalproblems. Sie hält davon immer noch 8,2 Milliarden Euro in ihren Büchern.

Jetzt wurde auch noch bekannt, dass die Deutsche Bank als Global Player von der Bühne abtritt. „Unsere Wurzeln liegen in Europa – hier wollen wir Unternehmen und institutionellen Kunden weltweite Finanzierungslösungen anbieten. Darauf werden wir uns künftig noch viel stärker konzentrieren“, sagte Sewing, den der Aufsichtsrat der Bank in einer Krisensitzung am 8. April zum Nachfolger von John Cryan ernannt hatte.

Unter anderem soll der Anleihehandel in den USA deutlich abgespeckt werden – völlig zurückziehen von der Wall Street will sich Sewing freilich nicht. Der Vorstand prüft aber auf globaler Ebene, wie stark das Haus noch im Aktienhandel mitmischen will. Im Zahlungsverkehr und im Devisenhandel will Sewing weiter ganz vorne mitspielen. Das Beratungs- und Finanzierungsgeschäft in Europa will er stärken, wo die Bank ohnehin bereits zu den Marktführern gehört. In den Vereinigten Staaten und Asien wird das Geschäft in jenen Bereichen reduziert, die kaum grenzüberschreitend tätig sind.

Zu bedenken ist, dass die schwache Position der Deutschen Bank im Bereich des Investmentbankings nicht zuletzt das Resultat einer Serie hoher Strafen und Sanktionen ist, die dem Institut von den US-Behörden auferlegt wurden. Zuletzt hatte eine Strafandrohung des US-Justizministeriums über bis zu 14 Milliarden Dollar die Bank an den Rand eines Kollapses gebracht.

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Drei Mal dürfen Sie raten, wer diesen Schlamassel ausbaden wird! Selbstverständlich werden sich EU-Politiker wieder bei Ihnen als deutschem Steuerzahler bedienen. Denn Deutschland ist der größte Netto-Einzahler in den EU-Haushalt und auch in der Wirtschaftskrise 2008 wurden vor allem die Deutschen abkassiert.

Für Sie als Privatanleger eine brandgefährliche Situation. Denn wenn EU-Banken kollabieren, dann werden die EU-Bürokraten jedes Mittel nutzen, um an Ihr Privatvermögen zu kommen. Dann drohen Ihnen Enteignungsmaßnahmen bis hin zur Beschlagnahmung Ihres Privatkontos.

Lassen Sie nicht zu, dass Sie für die Machenschaften korrupter Banker aufkommen.

Schützen Sie jetzt Ihr Vermögen!

Ihr Experte für Geld und Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt