Donald Trump und sein Handelskrieg

Ein Leistungsbilanzdefizit, wie es die USA seit Jahrzehnten aufweist, hat ja nicht nur Nachteile. Vorteil ist, dass die USA mehr konsumieren können, als sie produzieren. Sicher wird dadurch auch die heimische Industrie geschwächt und die Mittelschicht geschädigt.

Sicher ist aber auch: Die USA ist die einzige Nation der Welt die seit Jahrzehnten ein hohes Leistungsbilanzdefizit aufweisen. Und das hängt nicht mit Zöllen, sondern mit der Rolle des US-Dollars als Weltreservewährung zusammen. Denn das Defizit muss finanziert werden, und das tun die weltweiten Zentralbanken durch Käufe von US-Schuldpapieren. Dadurch haben sich die USA massiv – wie kein anderes Land – im Ausland verschulden können.

Die Doppelmoral der Elite

Im Zentrum des US-Leistungsbilanzdefizits steht somit die Rolle des US-Dollars. Noch nie in der Geschichte konnte eine Nation sich so leicht und günstig im Ausland refinanzieren wie die USA. Anstatt mit Gegenzöllen zu reagieren, sollten die Politiker dem US-Präsidenten endlich einmal die Sonderrolle des US-Dollars unter die Nase reiben.

Dass der US-Dollar diese Sonderrolle erzielen konnte und dass sich die USA historisch einmalig leicht refinanzieren konnten, hängt wiederum mit Gold zusammen. Denn über Jahrtausende war Gold ein wichtiges Zahlungsmittel zwischen Staaten, und die Reserven wurden meist in Gold gehalten.

Nun wird Gold für die Zentralbanken immer attraktiver. Russland beispielsweise kauft stetig Gold. Das Land macht sich dadurch unabhängig von möglichen politischen Erpressungsversuchen. Gold hat für Zentralbanken aber noch weitere Vorteile: Während die USA den US-Dollar abwerten oder durch Inflation entwerten können, um sich ihrer Verbindlichkeiten zu entledigen, kann dies bei Gold nicht passieren. Außerdem könnten die USA einen Schuldenschnitt vornehmen, auch dies droht bei Gold nicht.

Gold wird deutlich höher stehen!

Der immer heftiger werdende Streit zwischen den Nationen in Bezug auf den Handel ist ein Zeichen dafür, dass die Weltwirtschafts- und die Weltfinanzordnung in Bewegung geraten. Dass die USA dabei quasi allein gegen den Rest der Welt auftreten, hängt mit der Sonderrolle des US-Dollars zusammen.

Davon wird Gold profitieren. Es wird zunehmend wieder von Zentralbanken gekauft werden, sobald sie sich die Risiken eines US-Dollar-Investments bewusst machen oder angesichts von Wertverlusten berücksichtigen müssen.

Der US-Dollar verliert zunehmend an Bedeutung. Gold nicht.

So profitiert Ihr Erspartes vom Handelskrieg

Denken Sie bei Gold nicht nur an die Kleinanleger, die hier und da eine Unze kaufen. Das große Geld, nennenswerte Teile des Billionenvermögens der Zentralbanken, wird in den kommenden Jahren in diese liquide und ausfallsichere Anlageklasse strömen.

Ihr Experte für Geld und Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt