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​Juni 2019, Lesezeit 5 Minuten


Facebook‘s Kryptowährung „Libra 

Die Social Media Plattform Facebook will nach eigenen Angaben die „Welt mit einer eigenen Kryptowährung verbessern“. Diese „Weltwährung“ soll „Libra“ heißen und schon nächstes Jahr starten. Die „Krypto-Expertin“ Jen Buakaew, Beraterin eines EU-Blockchain-Projektes, ist von dem Plan der neuen Kryptowährung begeistert: „Libra werde alles verändern“, sagte sie gegenüber „Business Insider“. 


Die Social Media Plattform Facebook will nach eigenen Angaben die „Welt mit einer eigenen Kryptowährung verbessern“. Diese „Weltwährung“ soll „Libra“ heißen und schon nächstes Jahr starten. Die „Krypto-Expertin“ Jen Buakaew, Beraterin eines EU-Blockchain-Projektes, ist von dem Plan der neuen Kryptowährung begeistert: „Libra werde alles verändern“, sagte sie gegenüber „Business Insider“. 

Das digitale Geld soll mit Partnern wie Visa 2020 an den Start gehen. Wie soll das Zahlungsmittel jedoch nach den Vorstellungen von Facebook funktionieren? Laut Facebook soll die Hälfte aller Erwachsenen auf der Welt (ca. 1,7 Milliarden) kein eigenes Bank-Konto haben. Genau diesen Menschen solle „Libra“ dann bei ihren Geldgeschäften „helfen“. Facebook behauptet, mit dieser Krypto-Weltwährung eine stabile digitale Währung zu schaffen, zu der jeder in der ganzen Welt Zugang habe. 

Nutzer der Kryptowährung sollen mit Libra ganz einfach weltweit einkaufen können, ohne Währungen umrechnen zu müssen und Geld dabei zu verlieren, so die Idee von Facebook. Zudem könnten so hohe Transaktionskosten zwischen internationalen Banken vermieden werden. Zahlreiche Unternehmen wie PayPal, Uber, mastercard, VISA, ebay, Spotify oder vodafone unterstützten das Projekt bereits. 

Der Unterschied zu anderen Krypto-Währungen soll sein, dass Libra an spezifische nationale Währungen gekoppelt ist. Jedem Libra soll ein realer Gegenwert an nationalen Währungen gegenüberstehen, um Kursschwankungen zu vermeiden und somit Zahlungssicherheit für Kunden und Händler zu gewährleisten. Wie Facebook mit Libra Geld verdienen will, ist noch nicht klar. Wie hoch die Transaktions-Gebühren dafür sein sollen, hat Facebook auch noch nicht veröffentlicht. 

Mit seinen Plänen stößt Facebook allerdings weltweit auf heftigen Widerstand. Politiker und Verbraucherschützer sorgen sich vor allem um den Datenschutz. Die demokratische Abgeordnete und Vorsitzende des US-Finanzausschusses, Maxine Waters meinte: „Mit der Ankündigung, eine Kryptowährung zu schaffen, setzt Facebook seine unkontrollierte Expansion fort und erweitert seine Reichweite auf das Leben seiner Nutzer.“ 

Auch in Europa ist das Misstrauen groß: Der französische Finanzminister Bruno Le Maire plädierte für eine stärkere Kontrolle von Technologiegiganten wie Facebook. „Dieses Geldmittel wird es Facebook ermöglichen, Abermillionen Daten zu sammeln. 

Mit Libra will Facebook in den weltweiten Zahlungsverkehr einsteigen und Branchenexperten erwarten, dass dies das traditionelle Finanzsystem durchrütteln könnte. Die Pläne werden von namhaften Firmen wie Mastercard, PayPal und Spotify unterstützt – welche selbstverständlich eigene 

Interessen verfolgen und von denen einige Firmen an der Zurückdrängung oder Abschaffung von Bargeld arbeiten. 

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Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt


P.S.: Die Idee einer Weltwährung ist nicht neu. An der Bargeldabschaffung wird ebenfalls eifrig gearbeitet. Hier klicken!