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​August 2019, Lesezeit 5 Minuten


​​​​​​​Gold ist Geld – alles andere ist Kredit 

Dieses Zitat stammt vom legendären Bankier J. P. Morgan. Darin steckt viel Wahrheit. Tatsache ist, dass in der Geschichte der Menschheit alle Papier-Kreditgeldsysteme am Ende zu ihrem inneren Wert zurückgekehrt sind, und der liegt bei Null. 

Gold hat all diese Papierwährungen bisher überlebt und seinen Wert, die Kaufkraft, bewahren können. 

Wie hoch sollte nun Ihr Goldanteil sein? 

Die Bandbreite reicht von zehn Prozent bis hin zu fünfundzwanzig Prozent, je nachdem, welchen Experten Sie fragen. Unter dem Strich sollte jeder für sich entscheiden, wie hoch der Goldanteil in seinem Vermögensstock ausfallen soll. Mein persönlicher Rat: Unter zehn Prozent sollten es aber nicht sein. 

Barren oder Münzen? 

Auch hier scheiden sich die Geister. Wichtiger ist es, die Kosten im Blick zu haben. Das Aufgeld zum reinen Goldwert sollte relativ tief gehalten werden. Ich persönlich bevorzuge tendenziell kleine Stückelungen mit relativ geringem Aufgeld. Egal, ob als Münze oder Barren. 

Im Krisenfall nützt es nämlich wenig, wenn Sie mit einem Kilobarren, der mehr als 40.000 Euro wert ist, irgendwelche Nahrung kaufen wollen. Da sind dann kleinere Einheiten, die jeder kennt, fungibler und sinnvoller. 

Hier könnten Gold-Tafelbarren eine echte Alternative sein. Gold-Tafelbarren sind ein Verbund aus 1g-Feingoldbarren, die  analog zu herkömmlichen Goldbarren  über eine Punzierung verfügen. Aufgeprägt sind sowohl das Barrengewicht, der Feingehalt, die Art des Edelmetalls sowie das Herstellerlogo. Die Aufschläge zu gleichwertigen Goldbarren sind vergleichsweise gering. Sie weisen einen Feinheitsgrad von 999,9 auf und werden derzeit von zwei Herstellern (ESG/ValcambiHeimerle+Meule) in unterschiedlichen Stückelungen angeboten (1 g Einzelbarren, 50 x 1 g, 100 x 1 g). Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die DIN-genormten Tafelbarren in größerer Stückzahl als Investmentpaket zu erwerben. Gold-Tafelbarren können über eine Sollbruchstelle verlustfrei voneinander getrennt werden. 

Bekannte und beliebte Münzen sind Krügerrand, Maple Leaf, Goldeuro und Känguru. Bei den eben genannten Goldmünzen bekommen Sie für eine Unze in der Regel das meiste Gold für Ihr Geld. Sie können aber die Stücke auch mit höherem Aufgeld als Zehntel-, Viertel- oder Halb-Unzen bekommen. 

Mein persönlicher Tipp: das Vreneli aus der Schweiz 

Die Schweiz gab von 1897-1949 mit dem sogenannten Goldvreneli die bekannteste eidgenössische Anlagemünze heraus. Die Vorderseite zeigt eine Frauengestalt (die Verena = Vreneli). Auf der Wertseite ist das Schweizer Wappen zu sehen, umrahmt von Eichenzweigen. Von 1897-1949 wurden rund 58,63 Millionen Vreneli Goldmünzen geprägt, überwiegend mit dem Nominal 20 Franken. 

Von 1911-1922 wurden auch 10 Franken geprägt und im Jahr 1925 wurde sogar das seltene 100 Franken Vreneli geprägt, dessen Wappen-Darstellungen leicht vom 20 SFr Vreneli abweichen. Das Vreneli ist die Nachfolgemünze der Helvetia (= Schweiz), die von 1883-1896 geprägt wurde. Beim 20 Franken Vreneli kaufen Sie 5,807 g Gold (Raugewicht 6,452 g). 10 Franken = 2,9 g Gold (Raugewicht 3,226 g). 

Interessant ist auch eine Gold- und Silber-Debitkarte 

Die Euro Pacific Bank hat die weltweit erste Gold- und Silber-Debitkarte eingeführt, um Gold und Silber flüssig zu machen. Kostengünstig können Kunden jetzt ein Bankkonto in Gold und / oder Silber mit einer optionalen Debitkarte erwerben. Um Ihre Debitkarte verwenden zu können, muss diese mit Bargeld bezahlt werden. Zusätzlich zu Ihrer anfänglichen Mindesteinzahlung können Sie jederzeit mehr Geld per Banküberweisung auf Ihr Euro Pacific-Konto einzahlen. Sie zahlen dann Ihre Debitkarte mit Geldern ein, die auf Ihrem Euro Pacific-Konto gehalten werden, und verwenden die Debitkarte, um weltweit einzukaufen. Sie können den Kontostand Ihres Euro Pacific Bankkontos auch erhöhen, indem Sie Ihre Gold- und Silberbestände verkaufen. Der Kauf und Verkauf von Edelmetallen erfolgt in USD oder AUD. Die Euro Pacific Bank verfügt über ein Vollreservesystem! Sie differenziert sich durch ein einzigartiges Bankenmodell von konventionellen Geschäfts- und Privatbanken. Viele der traditionellen und risikobehafteten Bankdienstleistungen werden schlicht nicht angeboten. Stattdessen konzentriert sich die Bank darauf, ausschließlich internationale Bank- und Investitionsdienstleistungen anzubieten, ohne jegliche Kreditrisiken. Bei der Euro Pacific Bank können Sie sowohl Privatkonten als auch Firmenkonten eröffnen. Die Mindesteinlage für ein Edelmetallkonto beträgt lediglich 500 US-Dollar, für ein normalen Währungsund Wertpapierhandelskonto 2.500.- US-Dollar. Es gibt mittlerweile einen deutschsprachigen Kundenberater, der Ihnen beim Kontoeröffnungsprozess oder für Fragen zur Verfügung steht.  

Kontaktdaten  

Tipps zum Goldkauf 

Goldkauf ist und bleibt am Ende auch Vertrauenssache. Es gab in der Vergangenheit und gibt auch heute noch viele Betrüger am Markt, die Investoren mit vermeintlichen Schnäppchen anlocken wollen. Es ist daher ratsam, nur seriöse und zertifizierte Händler zu konsultieren. Welche Händler das in ihrer näheren Umgebung sind, erfahren Sie bei www.gold.de 

Gut ist auch, dass Sie zumindest noch bis Ende 2019 Gold beim zertifizierten Händler Ihrer Wahl vor Ort im Ladengeschäft als sog. Tafelgeschäft anonym kaufen können. Und zwar bis zu einem Betrag in Höhe von 9.999,99 Euro. Momentan gibt es einen Gesetzentwurf, der die Absenkung dieses Betrags auf 1.999,99 Euro vorsieht. Anders gesagt, ab 2020 wird dann jeder Goldkauf über 2000 Euro nicht mehr anonym möglich sein und registriert. Die Begehrlichkeiten des immer raffgierigeren Steuerstaats lassen grüßen. Nutzen Sie also jetzt noch die „goldene“ Tafelgeschäft-Chance. Sie sollten beim Kauf auch strategisch vorgehen und bei den zertifizierten Händlern vor Ort die Preise vergleichen. Das kann sich oft lohnen. Wohl gemerkt, der Händler sollte zertifiziert sein. 

Übrigens: Goldsparpläne für Kinder und Enkelkinder stehen in heutigen Zeiten hoch im Kurs. Hier können Sie sich beraten lassen. 

Wie und wo lagere ich Gold? 

Ähnlich wie bei der eisernen Bargeld-Reserve ist es ratsam, Ihren Goldschatz nicht im Bankschließfach aufzubewahren. Weitere Tipps dazu lesen Sie im Newsletter Bargeld als Krisenvorsorge. 

Könnte es ein Goldbesitzverbot geben? 

Theoretisch ist ein Goldbesitzverbot auch in Deutschland möglich: Zwar garantiert unser Grundgesetz nach Artikel 14 das Eigentum und damit auch den freien Goldbesitz. Absatz 3 des Artikels schränkt jedoch ein, dass Enteignungen „zum Wohl der Allgemeinheit“ zulässig sind. 

Natürlich will eine Regierung in Krisenzeiten Zugriff auf Ihr Vermögen. Bei anonymem Goldbesitz ist das jedoch sehr schwierig: Wie soll das der Staat am besten anstellen? Goldbesitz zu verbieten und es zu beschlagnahmen ist nur schwer durchführbar und die Erfahrungen aus dem Goldverbot in den USA der 1930er Jahre haben gezeigt, dass dort in Wahrheit nur 30 Prozent des Edelmetalls staatlich requiriert werden konnte. Bei uns haben die meisten Anleger Gold anonym gekauft. Der Staat kann aber nicht 40,4 Millionen Haushalte und 82 Millionen Menschen „durchsuchen“. 

Mein Rat: Deshalb brauchen Sie keine Angst vor einem Goldverbot zu haben. Ich gehe aber davon aus, dass der Staat ein Goldhandelsverbot verhängen könnte, also Repressalien gegen Edelmetallhändler. Das ist weniger aufwendig. Die rund 200 Münzhändler sind besser zu kontrollieren als ein Millionenvolk. 

Das bedeutet für Sie: Bei einem Goldhandelsverbot würde der Wert des gelben Edelmetalls durch die Decke schießen und Sie wären der Gewinner, wenn Sie es vor dem Goldhandelsverbot gekauft hätten! 

Edelmetalle wie Gold und Silber sind die einzigen mobilen, weltweit akzeptierten, immer liquiden Formen eines Vermögens.

Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt


P.S.: Generell sollten Sie über Ihren Goldbesitz schweigen. Nur die allerengsten Familienmitglieder sollten insofern eingeweiht sein. Im wahrsten Sinne ist Schweigen in diesem Kontext Gold.