Januar 2020, Lesezeit 4 Minuten


Immobilien: Zu teuer und zu illiquide

Niedrigzinspolitik, Negativzinsen oder Eurokrise. Viele Anleger sind dadurch so verunsichert, dass für sie nur noch der nackte Kapitalerhalt im Vordergrund steht.

Anstatt sich auf den Märkten umzusehen, steht die Immobilie bei Anlegern immer noch an erster Stelle. Bei den aktuell hohen Preisen sollten Sie sich solch eine Investition reiflich überlegen. Denn im Gegensatz zu anderen Anlageformen müssen Sie bei Betongold einen Anlagehorizont von etlichen Jahren mitbringen. 

Auch wenn Sie Immobilien aktuell sehr günstig finanzieren können, kann es durchaus sein, dass es ein paar Jahre dauert, bis Sie alle Kaufnebenkosten und Investitionen wieder herausbekommen. Je nachdem, wie sich Immobilienmarkt und Konjunktur entwickeln. Durch die jahrelang stark gestiegenen Immobilienpreise werden die Finanzierungsvorteile komplett zunichte gemacht. Sollten die Zinsen künftig wieder steigen, ist sogar mit Preisrückgängen bei Immobilien zu rechnen. 

Den Traum vieler Bundesbürger, den Kauf oder Neubau einer selbstgenutzten Immobiliesollten Sie sich besonders gut überlegen. Vor allem in den mittelmäßigen Lagen müssen Sie im Laufe der Jahre mit herben Wertverlusten rechnen. Generell kann man jedoch sagen, dass ein neues Haus nach Fertigstellung rund 10 bis 15 % weniger wert ist als Sie investiert haben. 

Das liegt zum einem am Gebraucht-Faktor. Das müssen Sie sich vorstellen wie bei einem Neuwagen. Nur durch die Erstzulassung verliert Ihr Auto schon an Wert. Zum anderen liegt es daran, dass ein Käufer Ihre Planung und Ihren Geschmack, so gut er auch sein mag, kaufen muss. 

Daneben sind auch Grundstückspreise und Handwerkerrechnungen nachfragebedingt zuletzt enorm gestiegen. 

Um Ihre Wohnimmobilie im Wert zu halten, ist ein regelmäßig hoher Investitionsbedarf notwendig. Ich kenne niemanden, der schon vor dem geplanten Neubau oder Kauf die auf jeden Fall auftretenden hohen Kosten für Sanierung, Reparatur und Abnutzung mit einplant. 

Etwas anderes ist es, wenn Sie eine Immobilie zur Vermietung erwerben möchten. Hier sollte allerdings nicht unbedingt auf die Wertsteigerung abgezielt werden, sondern vor allem auf eine solide Mietrendite. 5 % plus sollten es da schon sein. Dafür sollten Sie mindestens 30% Eigenkapital mitbringen. Mit der Miete sollten Sie den möglichst langfristig finanzierten Fremdkapitaleinsatz tilgen sowie Rückstellungen für notwendige Investitionen bilden können. Dabei können Sie vieles von der Steuer absetzen. 

Da der Markt für Mietwohnungen auch hier ziemlich leergefegt ist, wird die zeitaufwendige Suche wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. 

Immobilie kommt von immobilNicht nur, dass durch die jahrelangen Preissteigerungen die Immobilien „ambitioniert“ bewertet und somit von zukünftigen Wertverlusten bedroht sind, sondern sie sind auch beim Verkauf äußerst unflexibel. 

Bevor Sie tätig werden, telefonieren Sie doch einmal unverbindlich mit mir und profitieren Sie von meiner Erfahrung und meinen Kontakten in diese Branche.

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Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt


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