Schulden sind manchmal unvermeidbar, oft aber auch gefährlich!

So sinnvoll es sein kann, eine Hypothek für ein Haus aufzunehmen und mit Hilfe eines Kredits in die eigene Firma zu investieren, so dumm sind Konsumschulden. Konsumschulden verhindern, dass Sie reich werden.

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Nichts sabotiert so sehr den Aufbau von Wohlstand, wie Konsumschulden. Nicht nur wegen des Betrages, mit dem man im Minus ist. Nein, viel schlimmer sind die Auswirkungen.

Konsumschulden sind gefährlich

Aus zweierlei Gründen, möchte ich so deutlich werden. Einmal habe ich mir das Recht dazu „erworben“, weil ich selbst einmal sehr stark verschuldet war. Alles was ich gegen die Einstellung sage, die sich hinter den Schulden verbirgt, sage ich auch zu dem, der ich selbst einmal war. Zum anderen erlebe ich jeden Tag, dass Schulden zu leicht genommen werden. Und ich muss immer wieder mit ansehen, was daraus resultiert.

Denn ich bekomme in unzähligen Gesprächen immer wieder geschildert, wie verheerend die Auswirkungen von Schulden sein können. Menschen sind nur ein Schatten ihrer selbst. Ohne Träume und mit nur kleinen Zielen. Mit wenig Selbstbewusstsein.

Die Einstellung hinter Schulden

Kommen wir zu der Einstellung, die sich dahinter verbirgt. Menschen, die mehr ausgeben, als sie haben, verschulden sich meist nicht, um mehr zu haben, sondern, um mehr zu sein. Je niedriger das Selbstvertrauen, umso mehr Schulden werden aufgenommen. Eine Person, die Konsumschulden hat, fühlt, dass sie eine Lüge lebt.

Und wer sich dann „hoffnungslos“ in seine Schulden verstrickt hat, der neigt dazu, die Schuld bei den anderen zu suchen: „Die Banken haben es mir aber auch zu leicht gemacht, indem sie mir das Geld praktisch aufgedrängt haben.“ oder „Der Leasingvertrag war betrügerisch.“.

 

Das beste Zeichen für unseren Konsumwahn ist das Auto. Autos sind für viele zum ultimativen Zeichen von Erfolg mutiert. Sie zeigen den Grad unseres Erfolgs auf. Oder – treffender ausgedrückt –  den Grad von Erfolg, von dem andere glauben sollen, dass wir ihn erreicht haben. Und den Grad von Erfolg, den wir selber gerne bei uns sehen würden. Wir und andere halten uns damit für erfolgreicher, als wir in Wahrheit sind. Diesen Schein aufrechtzuerhalten kostet uns die Zukunft. Denn wir können dann nicht sparen. All unser Geld geht in das Auto – und außerdem auch Geld, das uns nicht gehört.

Natürlich brauchen die meisten von uns ein Auto. Aber brauchen wir auch ein teures Auto? Sie wissen die Antwort selbst am besten.

Ich möchte Sie lediglich um etwas bitten. Lassen Sie nicht zu, dass das, womit Sie sich heute fortbewegen, der Auslöser ist, dass Sie morgen in Ihrer finanziellen Entwicklung stehen bleiben.

Wie kann es so weit kommen?

Es gibt einen weiteren einstellungsbedingten Aspekt, warum Menschen sich verschulden. Der Gedankengang ist ganz einfach. Aber er hat ungeheure Folgen:

Wer Schulden macht, dem sind Dinge wichtiger als Geld. Ob wir Konsumschulden haben, hängt stark davon ab, welche Bedeutung wir Menschen, Dingen und Geld zumessen. Überlegen Sie einmal, wie das bei Ihnen ist. Was ist für Sie am wichtigsten, was am wenigsten wichtig? Hier einige Fragen, die Ihnen dabei helfen können. Was ist Ihnen wichtiger:

  •     Ihr Haus oder Geld?
  •     Ihre Partnerschaft oder Geld?
  •     Ein Leben in Sicherheit und Luxus oder Geld?
  •     Gesundheit oder Geld?
  •     Ein schönes Auto und eine phantastische Weltreise oder Geld?

 

Die meisten Menschen erstellen folgende Reihenfolge: Zuerst Menschen – dann die Dinge, an denen sie hängen – und dann Geld. Ich stimme vollkommen darin überein, dass Menschen immer zuerst kommen. Aber vor den Dingen sollte Geld stehen. Die Reihenfolge, die den Grundstein für einen klugen Umgang mit Geld legt, müsste demnach lauten:

  1.     Menschen
  2.     Geld
  3.     Dinge

Die meisten Menschen mögen Geld an sich nicht. Sie mögen, was sie mit dem Geld tun können. Wenn wir aber Geld mehr lieben würden als Dinge, dann würden wir uns nicht so leicht davon trennen, um etwas zu kaufen. Und erst recht würden wir keine Schulden machen. Wir hätten dann auch mehr Geld als Dinge. Wir hätten mehr Vergnügen daran, zuzusehen, wie unser Geld wächst.

Der praktische Umgang mit Schulden

Das wichtigste ist die 50/50-Regel. Die besagt, dass Sie nur maximal 50% von dem Geld, das Sie monatlich zur freien Verfügung haben, für die Rückzahlung Ihrer Schulden verwenden sollten. Die anderen 50% sollten Sie sparen.

Ich möchte hier noch deutlicher werden und gleichzeitig ein ganzes Stück weiter gehen:

  • Vereinbaren Sie, immer nur den kleinsten Betrag zu tilgen, der möglich ist.
  • Tilgen Sie immer nur die Mindestrate. Bei Konsumschulden und auch bei eigen genutzten Immobilien.

 

Vielleicht können Sie sich vorstellen, was ich alles zu hören bekomme, wenn ich diese Regel vorstelle:

  • „Unverantwortlich und lächerlich.“
  • „Dann komme ich von meinen Schulden nie runter.“
  • „Dann zahle ich ein Vermögen an Zinsen.“
  • „Dann dauert es viel zu lange, bis ich meine Schulden getilgt habe.
  • „Ich will aber möglichst schnell schuldenfrei sein.“ Lassen Sie mich Ihnen zuerst versichern, dass Ihr Wunsch, die Schulden zu eliminieren, ehrbar und gut ist. Im Idealfall würden Sie alles auf einmal tilgen. Ruckzuck wären Sie schuldenfrei. Hört sich toll an. Aber das Leben ist nicht ideal. Und was sich toll anhört, ist in Wirklichkeit oft nur eine Falle.

 

Wissen Sie, welches heute der Hauptgrund ist, warum Menschen Schulden aufnehmen?

Sie werden es kaum erraten: Grund Nr. 1 sind alte Schulden. Vielfach werden neue Schulden aufgenommen, um die Raten der alten bezahlen zu können. Oder es wurde bei der Festlegung der Tilgungsrate so eng kalkuliert, dass kein Raum für notwendige Anschaffungen und Reparaturen bleibt. Es können keine Reserven gebildet werden. Wenn dann beispielsweise die Waschmaschine kaputtgeht, dann bleibt gar keine andere Wahl, als eine neue auf Pump zu kaufen.

Oftmals sind die Raten der alten Schulden sogar so hoch, dass neue aufgenommen werden müssen, um auch nur den Lebensunterhalt bestreiten zu können.

Es gibt ein einfaches Naturgesetz: Konzentration bedeutet Wachstum. Das, worauf wir uns konzentrieren, wird in unserem Leben wachsen. Auf Schulden übertragen heißt das: Wer sich nur auf seine Schulden konzentriert bzw. auf das Ziel, sie so schnell wie möglich loszuwerden, der läuft Gefahr, sich noch tiefer zu verschulden.

Zehntausende von verschuldeten Menschen können ein Lied davon singen. Trotz aller Anstrengung und allem redlichen Bemühen – und obwohl sie sich einschränken – sehen sie kein Land. Im Gegenteil: Mit jedem halben Jahr reiten sie sich tiefer in die Verschuldung hinein. Zumindest baut eine solche Person kein Vermögen auf.

Zehn Vorteile, wenn Sie nur den Mindestbetrag an Zins und Tilgung bezahlen:
  1. Es bleibt mehr Geld für Sie übrig. Zum Sparen, aber auch zum Ausgeben. Geld zu haben bedeutet, die Wahl zu haben. Sie erkennen neue Alternativen. Und nur mit Geld können Sie der Kreditfalle entkommen.

 

  1. Nicht die Schulden haben mehr die erste Priorität, sondern Sie. Sie haben Geld, um sich selbst zu bezahlen. Ab dem Moment macht auch das Schuldentilgen Spaß. Denn jetzt gibt es einen aufmunternden Grund, zur Arbeit zu gehen. Die Schulden haben ihre Macht über Sie verloren.

 

  1. Sie durchbrechen einen Teufelskreis. Die Zahlung von einem Mindestbetrag hält Sie davon ab, neue Schulden zu machen. Sie haben jetzt mehr Geld zur Verfügung und müssen nicht mehr auf Kredit kaufen. Sie können Rücklagen bilden für unvorhergesehene Dinge. Denn Sie wissen ja: Auf eines können wir uns immer verlassen, nämlich auf Unvorhergesehenes.

 

  1. Gleichzeitig haben Sie sich eine Entschuldigung genommen. Nämlich die, dass Sie aufgrund Ihrer hohen Raten Schwierigkeiten haben. Sie können nicht mehr sagen: „Wenn ich erst diese ungeheure monatliche Belastung nicht mehr habe, dann … “ Sie können jetzt gleich beweisen, dass Sie mit Geld umgehen können und die Tipps aus diesem Buch umsetzen.

 

  1. Sie verlagern Ihre Energie auf die Gegenwart. Sie verfügen über neue Energien, die es Ihnen ermöglichen, Ihre Träume zu verwirklichen. Schulden fesseln Sie an die Vergangenheit. Je höher die Rate, desto mehr leben Sie für die Vergangenheit. Das geht auf Kosten von Lebensqualität und Lebensfreude. Lassen Sie lieber die Schulden auf kleiner Flamme köcheln als Ihr Leben.

 

  1. Sie durchbrechen ein altes Schuld-Programm. Die Konsumschulden aufzunehmen war nicht klug. Unter der Last hoher Raten zu tilgen mag nobel klingen, wird aber keinem helfen. Genau genommen ist es dumm. Lassen Sie also nicht zu, dass die Fehler der Vergangenheit die Macht über die Qualität Ihres nächsten Augenblicks erhalten.

 

  1. Die positive Entscheidung, nicht zu hohe Raten zu zahlen, beseitigt viele der negativen Gefühle, die Sie in Bezug auf Geld haben. Geld kann jetzt zu etwas Positivem für Sie werden. Es ist nicht mehr Ausdruck von Knechtschaft und Hoffnungslosigkeit. Geld wird vielmehr zu einem Symbol für Lebensqualität.

 

  1. Sie können wieder träumen. Die meisten Menschen setzen ihre Träume nämlich regelrecht aus, bis sie ihre Schulden bezahlt haben. Das ist gefährlich, denn nichts wird Sie so sehr aus den Schulden herausführen wie Ihre Träume. Konzentrieren Sie sich also nicht so sehr auf Ihre monatlichen Ratenzahlungen als vielmehr auf das, was Ihr Leben in Schwung hält.

 

  1. Sie besinnen sich wieder auf das Wesentliche. Ihre Schulden sind doch gar nicht das Problem. Das Problem ist doch in Wahrheit, dass Sie sich nicht Ihre Wünsche erfüllen können. Dass Sie nicht von den Zinsen Ihres Geldes leben können, das ist das Problem. Glauben Sie nicht? Überlegen Sie sich einmal, Sie hätten fünf Millionen Guthaben und 30.000 € Schulden. Selbst wenn Sie die 30.000 € jetzt nicht zurückzahlen würden – ein Problem hätten Sie nicht. Es sind nie die Schulden alleine, es ist das fehlende Vermögen. Sobald wir über Erspartes verfügen, verlieren die Schulden ihre Macht.

 

  1. Sie entwickeln Wohlstandsbewusstsein, wenn Sie niedrig tilgen. Wie bereits gesagt, haben Sie ja dann mehr Geld übrig, um Vermögen aufzubauen. Hier möchte ich Sie aber noch auf einen zusätzlichen – und gleichzeitig den entscheidendsten – Punkt hinweisen: Dadurch, dass Sie sparen, entwickeln Sie Wohlstandsbewusstsein. Sie bekommen mehr Spaß am Geld. Sie fühlen sich reich. Und das neue Bewusstsein macht Sie letztendlich tatsächlich reich. Sie beginnen, Geld magisch anzuziehen. Wenn Sie niedrig tilgen, werden Sie reicher.
Muss ich dann nicht zu viel Zinsen zahlen?

„Aber was ist mit den Zinsen? Spare ich nicht eine ganz erhebliche Menge Zinsen, wenn ich möglichst schnell tilge?“ Die Antwort: Nein!

 

Lassen Sie es mich ganz klar ausdrücken: Trotz der höheren Zinszahlungen ist die Mindestrate angebracht. Aus zwei Gründen: Erstens ist hier eine Erkenntnis wichtig: Sie sparen in Wahrheit keine Zinsen, wenn Sie Ihre Schulden so schnell wie möglich abbezahlen. Um wirklich Geld zu sparen, müssten Sie es auf ein Sparkonto zahlen und dann anlegen. Und es ist ja meistens nicht so, dass Sie die Zinsen, die Sie „sparen“, wenn Sie schnell tilgen, sofort nehmen und auf ein Sparkonto legen.

Power-Tipp

Schauen Sie sich alle Ihre Kreditverträge an. Überprüfen Sie, ob Sie nicht die Raten senken können.

Dadurch, dass Sie niedrigere Raten zahlen, haben Sie mehr Geld übrig – zum Leben, aber vor allem auch zum Sparen. Wenn Sie eine Zeit lang etwas mehr gespart haben, entwickeln Sie Wohlstandsbewusstsein. Sie verdienen Ihr Geld dann nicht mehr hauptsächlich, um für Ausgaben in der Vergangenheit zu bezahlen, sondern Sie konzentrieren sich auf Ihre Zukunft und Ihre Träume. Sie durchbrechen den Teufelskreis. Denn wer zu hohe Raten zahlt, der muss oftmals neue Kredite aufnehmen, um leben zu können, um die Raten bezahlen zu können oder um auch nur die kleinste Reparatur oder Neuanschaffung finanzieren zu können. Sie lassen nicht mehr zu, dass Ihre Schulden Ihnen die Lebensqualität rauben. Ihre Fehler aus der Vergangenheit haben ihre Macht über Sie verloren.

 

Ein erster Schritt um Konsumschulden abzubauen, ist die Erstellung eines Budgetplans.

Das Formular „Budgetplan“ können sie jederzeit bei uns anfordern.