Nicht für Privatanleger geeignet

Der türkische Präsident Recep Erdogan stört sich an der hohen Inflation in der Türkei, die die Kaufkraft der Bürger schwinden lässt. Als Sündenbock dafür hat er sich die Notenbank ausgesucht. Ihre hohen Zinsen hätten den Preisanstieg verursacht.

 Was für eine Logik. Denn hohe Zinsen erschweren kreditfinanzierten Konsum und wirken daher eher preisdämpfend. Doch das interessiert Erdogan herzlich wenig. Ganz im Gegenteil. In einem Interview ließ er durchblicken, dass er nach seiner Wahl die Notenbank beschneiden möchte und sich dann die Zinsen anders entwickeln werden

Die Doppelmoral der Elite

Die Reaktion der Märkte war eindeutig. Die Türkische Lira verlor allein im Mai in der Spitze 15 Prozent gegenüber dem Euro. Für eine Währung ein dramatischer Verlust. Anleger flüchteten aus der Lira, weil sie im Falle einer Zinssenkung in Zukunft in der Türkei niedrigere nominale Renditen erhalten. Dadurch stieg die so von Erdogan verhasste Inflation erst recht nach oben.

Die Notenbank musste Tage später in einer Notsitzung den Fehltritt des Präsidenten ausbügeln und erhöhte einen ihrer Leitzinssätze, den Satz für Spätausleihungen, um drei Prozentpunkte auf 16,5 Prozent.

Das Signal der Märkte war eindeutig: Wir lassen uns vom Präsidenten nicht die Politik bestimmen.

Fremdwährungsanleihen, vor allem von Schwellenländern, bergen speziell für Privatanleger erhebliche Risiken.

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Uwe Hammerschmidt