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​August 2019, Lesezeit 5 Minuten


​Risiko Schattenbanken

Der Einfluss von Schattenbanken wie BlackRock ist seit der Finanzkrise massiv gewachsen. Schattenbanken nehmen im Finanzsystem wichtige Funktionen wahr. So stellen sie beispielsweise eine zusätzliche Finanzierungsquelle dar und bieten den Anlegern Alternativen zu Bankeinlagen. Für die langfristige Finanzstabilität können sie allerdings auch mit Risiken verbunden sein. 

Zu den Schattenbanken gehören der Deutschen Bundesbank zufolge die folgenden Unternehmensarten: 

  • - Geldmarktfonds 
  • - Investmentfonds 
  • - Offene Investmentfonds (Aktien-, Renten-, gemischte Wertpapierfonds und    Hedgefonds) 
  • - Geschlossene Investmentfonds 
  • - sonstige Finanzinstitute 
  • - sonstige Finanzinstitute im engeren Sinne 
  • - Verbriefungsgesellschaften, Conduits, Structured Investment Vehicles 
  • - Wertpapierhändler 
  • - kreditgewährende finanzielle Kapitalgesellschaften (insbesondere Finanzierungsleasing- und Factoringgesellschaften) 
  • - sonstige Finanzinstitute im weiteren Sinne 
  • - Unternehmen mit Kredit- und Versicherungshilfstätigkeiten (u. a. Briefkastenbanken) 
  • - firmeneigene Finanzierungseinrichtungen und Kapitalgeber (insbesondere Holdings) 

Der Investmentfonds-Sektor ist mit etwa zwei Dritteln der Finanzaktiva der größte Schattenbanksektor in Deutschland, den kleinsten Sektor bilden mit etwa 0,15% Marktanteil die Geldmarktfonds. 

Schattenbanken werden nicht von der Zentralbank kontrolliert. Zudem haben sie anders als Banken keinen „Zugang“ zu Zentralbankgeldern, aber auch keine Pflicht, „Einlagen“ dort zu hinterlegen. Zentralbanken können also über die Zinsgestaltung keinen Einfluss auf die Schattenbanken nehmen. 

Das Geschäftsmodell ist riskant 

Der Focus berichtete, dass das Vermögen dieser Schattenbanken zwischen 2009 und 2017 um 70 % auf 51,6 Billionen US-Dollar gewachsen sei. Die Banken verwalteten 2017 ein Vermögen von 147,6 US-Dollar, wobei das Vermögen von 2009 an um lediglich 40 % stieg. Sogenannte „Private Debt Fonds“, so der Bericht, also Fonds-Konstruktionen, die US-Pensionsfonds, Staatsfonds und die oben genannten Family Offices umfassen, sind seit Beginn der Finanzkrise um annähernd das Dreifache gewachsen und haben 2018 statt 275 Milliarden Dollar 769 Milliarden Dollar verwaltet. Deren Einfluss ist zwar relativ betrachtet noch nicht so groß, er wächst aber geradezu mit atemberaubender Geschwindigkeit. 

Die Schattenbanken versuchen aus dem Geld, das sie verwalten, mehr zu machen als die traditionellen Geldhäuser. Dafür müssen sie teils höhere Risiken eingehen – und so verleihen sie beispielsweise Geld zu hohen Zinsen an Unternehmen, die ansonsten kein Geld mehr erhielten. Das Volumen solcher Anleihen ist in der EU innerhalb von 15 Jahren von etwa 50 Milliarden Euro auf 500 Milliarden Euro gestiegen, in den USA von 500 Milliarden Euro auf 2 Billionen Euro. 

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Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt


P.S.: Wie die Finanz- und Wirtschaftsgeschichte zeigt, ist dies alles nur eine Frage der Zeit. Sie sollten rechtzeitig reagieren.