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​Juli 2019, Lesezeit 3 Minuten 


Was nun, Frau Lagarde? 

Die langjährige Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, wird aller Voraussicht nach die Leitung der EZB übernehmen. Und damit das Erbe von Mario Draghi antreten. 

Dabei ist der Kurs, den sie der EZB vorgeben wird, noch völlig unklar. 


Tatsache ist, dass Frau Lagarde die geldpolitische Lockerung sowie die massiven Anleihekäufe stets unterstützt hat. So ist zu befürchten, dass Lagarde Deutschland und auch Frankreich anhaltend zu lockerer Finanzpolitik drängen wird. 

Damit droht eine weitere Eskalation der Interventionen der Zentralbank im Finanzsystem Europas und eine verstärkte Enteignung der Sparer. 

Die EZB denkt offen über neue Ankaufsprogramme für verschiedene Anleihen nach. Es ist nicht auszuschließen, dass in absehbarer Zeit möglicherweise auch Schuldverschreibungen niedrigerer Bonitätsstufen, oder sogar Titel wie Aktien, Immobilien und andere Anlageklassen zum Zug kommen, wenn sich Zentralbanken entscheiden, ihre Bilanzen weiter aufzublasen. 

Doch einen Wirtschaftsaufschwung kann auch die EZB nicht herbeiführen. 

Früher spiegelte sich die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes in den Risikozuschlägen bei Staatspapieren nieder. Das war schmerzhaft.  Heute braucht es keine wachstumsfördernde Reformpolitik, denn das Recht auf Faulheit wird belohnt. Da Defizitverfahren der EU gegen Schuldensünder abseits von Moralpredigten ohnehin zu keinen Sanktionen führen, kann sich z.B. Italien so ziemlich alles erlauben, sogar drohen. Denn Rom weiß: Fällt Italien, fällt Europa. Wer sollte sich da noch anstrengen?  

Um ans Konjunkturziel zu gelangen, werden sogar ganz neue Notenbankinstrumente diskutiert. So vermutet man, dass Euro-Bürgern bei brutal negativen Anlagezinsen irgendwann die Lust am Zinssparen vergeht und sie ihr Geld konjunkturwirksam ausgeben. Und mit der zunehmenden 

Abschaffung des Bargelds soll gleichzeitig der Notausgang gesperrt werden. 

Wenn man die letzten Wortmeldungen hoher Beamter der EZB interpretiert, so wird es auf absehbare Zeit im Euroraum gar keine realen Zinsen geben (Zinsen, die über der Inflation liegen) und damit auch in der Bundesrepublik nicht. Mehr noch: nach den letzten Kommentaren von Noch-EZB-Präsident Draghi, könnte es in Bälde sogar noch niedrigere, also noch negativere Nominalzinsen geben (Anmerkung: die 10-jährige deutsche Bundesanleihe notiert zurzeit bei minus 0,35 Prozent p.a., man zahlt quasi dem Finanzminister Geld dafür, dass er sich verschuldet). 

Wenn es wieder zu Tumulten auf den Finanzmärkten kommt, dann wird es viele Verlierer geben. Vor allem deutsche Sparer und Rentner. Es ist nur eine Frage der Zeit. Mit diesen acht Anlagen schützen Sie Ihr Erspartes.  

Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt


P.S.: Die Party kann also noch eine Zeit lang dauern, bevor es zur „großen Korrektur aller Vermögenswerte” kommen wird. Dass sie jedoch kommt, ist unausweichlich. Klicken Sie HIER!