Wenn finanzielle Bildung fehlt

In der Bild am Sonntag verriet unser Finanzminister Olaf Scholz (SPD) seine ganz persönliche Anlagestrategie: Danach gefragt, wie er sein Geld anlege, sagte Scholz: „Damit beschäftige ich mich kaum, es liegt einfach auf dem Sparbuch – trotz der niedrigen Zinsen.“

Ein Mann wie Olaf Scholz, der als Finanzminister das Geld der Bundesrepublik verwaltet, weiß nicht, wie er mit seinem eigenen Vermögen sinnvoll wirtschaften soll? In diesem unserem Lande läuft doch gewaltig etwas schief!

Die Doppelmoral der Elite

2,27 Billionen Euro lagern die Deutschen – Stand September 2017 – auf Giro- und Festgeldkonten. Dabei wissen sie: Zinsen gibt es kaum, eher verliert ihr Vermögen langfristig an Wert.

Nur rund 15 Prozent der Deutschen legen ihr Geld renditeorientiert an – im internationalen Vergleich ist das ein jämmerlicher Wert. Vor allem junge Menschen zögern, dabei wären entsprechende Investitionen für sie am Wichtigsten.

Das Rentensystem, wie es heute konstruiert ist, wird für sie nicht mehr viel abwerfen, das ist seit Jahren bekannt. Private Vorsorge wird zur Pflichtaufgabe.

Doch die meisten jungen Menschen wissen einfach nicht, was sie tun können. Es fehlt die finanzielle Bildung.

Aber nicht nur im privaten Raum wird falsches Sparverhalten zum strukturellen Problem.

Die Bundesrepublik verspielt – besonders im Technik-Sektor – den Anschluss, weil die Regierung nicht von ihrem Sparkurs abrückt.

Erst kürzlich ergab eine Bertelsmann-Studie, dass das Land deutlich zu wenig Geld in die Zukunft investiert.

Doch dass nicht einmal Finanzminister Scholz vorleben kann, wo die Möglichkeiten einer klugen Anlagestrategie liegen, ist gelinde gesagt ein Armutszeugnis.

Finanzielle Bildung ist eine wichtige Schlüsselkompetenz der Zukunft.

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Die Deutschen haben geringste Finanzbildung in Europa. Das war das Ergebnis einer Studie der ING-Diba aus dem Jahr 2013. In Deutschland geben laut der Studie 53% der Menschen an, keine Finanzbildung zu haben. Das bedeutet rund 35 Millionen Deutsche outen sich als Finanzanalphabeten. In den öffentlichen Institutionen wie Schule und Universitäten wird noch viel zu wenig finanzielle Bildung vermittelt.

Einige Umstände erschweren die Situation:

Komplexität der Bedürfnisse nimmt kontinuierlich zu:

Erwerbsbiographien haben sich dramatisch verändert (man wechselt häufiger den Arbeitgeber, Beschäftigungsverhältnisse sind deutlich unsicherer geworden)

  • - Rückzug des Sozialstaates
  • - Eigenverantwortung als Gesellschaftstrend
  • - Zeitalter der unbegrenzten Möglichkeiten
  • - Zunehmende Verschuldung der öffentlichen Hand

Komplexität der Lösungsangebote auf hohem Niveau:

  • - Finanzprodukte können komplex sein (z.B. Zertifikate, insbesondere die gesamten Kosten sind - häufig schwierig zu durchschauen)
  • - Liberalisierung der Finanzmärkte
  • - Informationsflut

Deswegen sollten bereits Kinder fit gemacht werden, wie sie mit Geld umgehen. Mehr noch: sie sollen verstehen, was Geld ist und Freude daran entwickeln, ihre eigenen Finanzen zu verwalten. Das geht nach Meinung vieler Experten nur mit frühem Wissen über Zinsen, Kredite und Kreisläufe der Wirtschaft.

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Ihr Experte für Geld und Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt