Deutschland und die Angst vor der Zukunft

Im Jahr 2013 hatte Angela Merkel erklärt: „Das Internet ist für uns alle Neuland“. Mit einer digitalen Agenda wollte die Bundesregierung das ändern. Doch die Ergebnisse sind überschaubar.

Wie negativ technologischer Fortschritt mittlerweile wieder besetzt ist, zeigt sich in der Angst vor der „vierten industriellen Revolution“. Und das ist nicht die „Digitalisierung“, wie oft behauptet wird.

Die derzeit laufende „vierte industrielle Revolution“ heißt eigentlich „Vernetzung“.

Die Doppelmoral der Elite

Die existenzielle Angst vor der Digitalisierung wird nicht ernst genommen

Im Zeitalter der „Vernetzung“ geht es nicht mehr nur um mechanische Arbeitskraft durch Roboter, so wie das in den Autofabriken der 1970er-Jahren der Fall war.

Computer dringen nun in Kernbereiche des menschlichen Selbstverständnisses vor: Sie agieren intelligent und kreativ.

Maschinen lernen untereinander zu kommunizieren. Kühlschränke können heute mit Lagerrobotern Kontakt aufnehmen, Heizungsanlagen mit dem Rechenzentrum des Wasserwerks.

Es gibt Computerprogramme, die mittlerweile ganze Kunstmagazine automatisch gestalten. Und die künstliche Intelligenz von IBM soll mittlerweile so weit sein, dass Studienanfängern in Amerika davon abgeraten wird, Jura zu studieren. Rechtsberatung können Maschinen mittlerweile besser.

Das macht vielen Menschen Angst. Verständlicherweise. Und doch wird kaum über diese existenzielle Angst geredet.

Leider wiederholt sich mit der Wortlosigkeit angesichts der Fortschritte im Bereich der Vernetzung der gleiche Fehler, der auch schon bei der Globalisierung und der europäischen Integration gemacht wurde: Wichtige Dinge, die das Leben von vielen Millionen Menschen verändern, werden weder erklärt noch vermittelt.

Und am Ende bleiben jene, die den Fliehkräften der Vernetzung eher hilflos gegenüber stehen, mit einem Gefühl von ohnmächtiger Wut zurück.

Vielleicht hat es noch nicht jeder gemerkt, aber die Digitalisierung trifft heute jeden. Waren früher nur die Fließbandarbeiter in der Industrie betroffen, ist es heute der gesamte Mittelstand.

Und auch Aufgaben vermeintlicher Spezialisten – Chirurgen, Juristen, Architekten, Sachbearbeiter – können zukünftig effizienter oder effektiver durch digitale und automatisierte Prozesse, künstliche Intelligenz oder lernende Roboter ausgeübt werden.

Wer also auch weiterhin am Arbeitsmarkt attraktiv bleiben möchte, muss umdenken und sich in Bereichen fit machen, die kein Computer erledigen kann. Das Problem: Wir alle bleiben leider nicht ewig jung, die nächste Generation steht immer bereits in den Startlöchern.

Deshalb wird lebenslanges Lernen in Zukunft eine noch viel größere Bedeutung bekommen.

Eine zunehmende Bedeutung in der Zukunft wird Finanzwissen sein. Denn keine Branche ist von der Digitalisierung so stark betroffen wie die Finanzbranche.

Hier einige Beispiele:

Der Großteil des Handels mit Wertpapieren wie Aktien-Futures hatten lange Zeit Händler in grauen Anzügen erledigt, doch diese Zeiten sind vorbei. Computerprogramme haben sie abgelöst und machen höhere Gewinne.

Robo-Advisor heißt die neue automatisierte Geldanlage. Bei Anlage-Robotern geben Sparer zunächst an, welche Anlagezeiträume und welche Risikoneigung sie haben. Danach wird das Geld meist über Indexfonds und mehrere Anlageklassen wie Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert.

Versicherungskonzerne entdecken mittlerweile, wie gut sich Versicherungen online verkaufen lassen. Der größte Teil des Geschäfts, der Verkauf von Lebensversicherungen, KFZ-Versicherungen und Ähnlichem, findet schon heute und erst recht in Zukunft digital statt.

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Ihr Experte für Geld und Kapitalanlagen

Uwe Hammerschmidt

P.S. Verlieren Sie für sich und Ihre Familie keine Zeit und steigern Sie Ihre finanziellen Kompetenz. Nur wenn Sie das notwendige Wissen in einem Fachgebiet haben, können Sie dort eigenverantwortlich erfolgreich agieren.

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