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November 2020, Lesezeit 2 Minuten


Pandemie als Brandbeschleuniger für Renten- und Lebensversicherungen 

Nullzinspolitik, Corona und jetzt auch noch die Wirtschaftskrise. Der eine kann es nicht mehr hören, der nächste hat Angst vor dem was noch kommt. Fakt ist: jeden werden die zuvor genannten Themen zumindest finanziell früher oder später treffen. Damit Ihre Altersvorsorge nicht zum Risikopatienten wird, gilt es gerade jetzt, die Verträge in regelmäßigen Abständen auf Herz und Nieren zu überprüfen. 

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des ersten Lockdowns können noch nicht genau beziffert werden, da haben wir schon den nächsten „Lockdown Light“.  

Dass Versicherungsgesellschaften schon vor der Corona Krise zu kämpfen hatten, war ein offenes Geheimnis. Nach einer aktuellen Studie hat ein Viertel der Lebensversicherer finanzielle Probleme. Da Lebensversicherer ihr Geld häufig in Aktien oder Anleihen von Unternehmen investieren, ja sogar in Staatsanleihen mit schlechter Bonität, kommt mit Corona ein neues Problem hinzu. Aufgrund der schwächelnden Konjunktur sinkt in vielen Unternehmen die Bonität. Auch die Staatsverschuldung der Länder hat drastisch zu genommen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Versicherer, die für ihre Anleihe-Pakete immer mehr Eigenkapital als Sicherheit vorhalten müssen. Diese höheren Eigenmittel könnten manchen Lebensversicherer nun in Schwierigkeiten bringen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin behält diese gefährliche Entwicklung im Auge, rechnet aber schon jetzt damit, dass die Versicherungen ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden immer schwerer nachkommen können. 

Den schon als „Skandalparagraph“ in der Versicherungswirtschaft bekannte Paragraph 314 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) kennt fast keiner. Doch ich behaupte, ein Gesetz, das auf der einen Seite den Versicherten (also Sie als Kunden) bei einer Schieflage seiner Versicherung dazu verpflichtet, brav seinen Beitrag weiter an eben jenes Haus zu zahlen und auf der anderen Seite den Versicherungsgesellschaften verbietet, Zahlungen an Ihre Kunden zu tätigen, sollte jeder kennen. 

Bei neuen Lebens- und Rentenversicherungsverträgen will der Marktführer Allianz ab 2021 den Erhalt der eingezahlten Beiträge nicht mehr garantieren, sondern stattdessen nur noch ein Garantieniveau von 90, 80 oder 60 Prozent anbieten. Zur Begründung heißt es, dass die niedrigen Zinsen auf Staatsanleihen und andere sichere Anlageformen es schier unmöglich machen, die Kundengelder zu mehren. 

Man darf den Teufel definitiv nicht an die Wand malen, aber unter Berücksichtigung der zuvor genannten Punkte, kann es durchaus sinnvoll sein, Ihre vorhandenen Lebens- oder Rentenversicherungen sowie anderen klassischen Vorsorgeprodukte auf deren Rentabilität und Flexibilität hin zu überprüfen. Die Vorzeichen für die kommenden Monate und Jahre standen tatsächlich noch nie so schlecht. 

Deshalb sollten unbedingt Alternativen zur Lebensversicherung in Betracht gezogen werden. 

Melden Sie sich auf den bekannten Kommunikationswegen, per Mail, per Telefon – ich berate Sie gerne und wir können schnell und zeitnah reagieren, auch jetzt, ohne einen persönlichen Termin, sondern online. 

Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt