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​Juli 2019, Lesezeit 5 Minuten


Wenn 90 Prozent der Geldwerte vernichtet werden 

Das Wort „Währungsreform“ löst bei vielen Menschen in Deutschland lediglich Achselzucken aus. Wer glaubt an eine Reform, die wir in Deutschland – subjektiv betrachtet – kaum kennen? 

Dabei hatten wir in der deutschen Historie alleine im letzten Jahrhundert zwei Beispiele für Währungsreformen, die Hyperinflation 1922/1923 mit Folgewährungsreform und der Währungsschnitt von 1948. 

Die Menschen vergessen schnell solche Erlebnisse und glauben nur allzu gerne, was von Medien, Politik und Finanzwelt versprochen wird. Nichtsdestotrotz zeigt es, dass die deutsche Bevölkerung innerhalb von ein paar Jahrzehnten zweimal um ihr Geldvermögen gebracht wurde. Ganze Familienvermögen und jahrzehntelange Arbeit wurden auf einen Schlag ausgelöscht. 


Ist es jetzt bald wieder soweit? 

Tatsächlich erklärt jetzt ein Währungsexperte, dass es bei uns eine Währungsreform geben wird: Frank Walter von der „Ersten Finanz- und Vermögensberatung efv“ im Interview mit der „Focus Money“. 

Der Experte erklärt den Euro schon jetzt zur „Schattenwährung“. Den Euro würde es ohnehin nur noch des politischen Willens wegen geben. Künftig aber wird es seiner Ansicht nach gleich zwei verschiedene Welten für den Euro geben. Eine „physische“ und eine „elektronische“ Euro-Welt. Bargeld würde immer unwichtiger werden, so die Expertenmeinung. 

Die Währungsreform selbst sei technisch kein großes Problem. Er erinnert an eine Währungsreform, die schlicht die „Neubewertung einer Zahl“ durch staatliche Verordnung sei. Beispielsweise gab es in Italien unter dem damaligen Regierungschef Bettino Craxi eine solche Reform. Aus 100 Millionen italienischer Lira wurden sozusagen im Handstreich 100.000 italienischer Lira. 

Interessant sei vielmehr, „warum“ es zu einer solchen Reform komme: Schulden. Die seien dann gerechtfertigt oder zumindest nicht „schlimm“, wenn damit Leistungen erbracht würden: Investitionen in die Infrastruktur oder in die Bildung etwa. Wenn aber diese Schulden nur durch das Drucken weiteren Geldes gedeckt würden, dann sei es kritisch. Dann wäre die Währungsreform nicht weit. 

Damit beschreibt der Experte exakt die Situation, die wir derzeit, zumindest in der Euro-Zone, erleben. Die Währungsreform sei zudem nur „der Tausch von Guthaben der Bürger gegen die Schulden des Staates“. Der Ablauf der Währungsreform sei vergleichsweise überschaubar: Es würde eine neue Währung eingeführt. Beispielsweise, wobei dies gleich sei, die D-Mark in Deutschland. Die spezifische Kaufkraft, die „zugewiesen“ würde, wäre dann allerdings bezogen auf die Erfahrungen, die bereits aus ähnlichen Prozessen vorliegen, nur bei etwa einem Zehntel.

Der Zeitpunkt, wann es so weit ist, ließe sich nicht festlegen. Aber: Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es so käme, läge bei 100 %. 

So können Sie sich darauf vorbereiten. 

Ihr Experte für Kapitalanlage

Uwe Hammerschmidt


P.S.: Sie müssen sich vor Augen halten, dass bei einer Währungsreform circa 90 Prozent der Geldwerte vernichtet werden. Die Vermögensverluste bei Sachwerten hingegen sind viel geringer. Ein Sachwert wird nach einer Währungsreform zudem wieder an Wert gewinnen – oder schon währenddessen, so wie Gold. Hier meine acht Favoriten.